Seit Ende Juni können Nutzer von WhatsApp erstmals einen Benutzernamen reservieren.
Damit soll die Handynummer vor Fremden verborgen bleiben, besonders in großen Gruppen, in denen bislang Kriminelle Nummern für Betrug oder Phishing abgreifen konnten.
Durch die Wahl eines Pseudonyms wird die eigene Nummer für Unbekannte unsichtbar. Zudem erscheint in Chats und Gruppen künftig der Benutzername anstelle der Nummer, auch wenn du WhatsApp keinen Zugriff auf deine Kontakte gewährst.
Das kann helfen, die Preisgabe persönlicher Daten zu verringern. Ob das in der Praxis tatsächlich so funktioniert, wird sich laut Verbraucherzentrale NRW aber erst zeigen.
Wie giga.de unter Berufung auf die Verbraucherzentrale NRW berichtet, gibt es aber auch klare Warnungen. Die Nummer bleibt trotz Benutzernamen für WhatsApp und den Mutterkonzern Meta sichtbar und ist weiterhin Pflicht für jedes Konto.
Wer seinen echten Namen als Benutzernamen verwendet, liefert sogar mehr persönliche Daten als zuvor. Die Verbraucherzentrale empfiehlt daher ausdrücklich die Nutzung von Pseudonymen.
Ein weiteres Risiko besteht darin, den gleichen Benutzernamen wie auf Instagram oder Facebook zu wählen. Dadurch wird plattformübergreifendes Tracking für Meta möglich.
Die Verbraucherzentrale rät davon ab, da so Bewegungsprofile über mehrere Dienste hinweg erstellt werden können.
Zudem warnt die Verbraucherzentrale vor neuen Betrugsmaschen: Da Benutzernamen frei wählbar sind, könnten sich Kriminelle als bekannte Personen oder Unternehmen ausgeben. Du solltest daher keinem unbekannten Benutzernamen blind vertrauen, auch wenn er vertraut wirkt.
Derzeit können Benutzernamen bei WhatsApp nur reserviert, aber noch nicht verwendet werden. Meta plant, das Feature in den kommenden Monaten für alle Nutzer bereitzustellen.