WhatsApp bringt ein lang erwartetes Feature: Benutzernamen. Ab sofort können sich immer mehr User einen individuellen Namen reservieren. Die Funktion selbst wird aber erst in den nächsten Monaten schrittweise aktiviert.
Der große Vorteil: Wer künftig über den Benutzernamen kontaktiert wird, muss seine private Handynummer nicht mehr preisgeben. Das gilt auch für Anrufe und den Beitritt zu Gruppenchats. Für die Erstellung eines WhatsApp-Kontos bleibt die Nummer aber weiterhin notwendig.
Wie "Chip" berichtet, haben User jetzt die Wahl zwischen verschiedenen Strategien: Klarnamen wie "max.mustermann" wirken seriös und eignen sich für berufliche Kommunikation. Pseudonyme wie "max_berlin" schützen die Identität besser. Wer bereits auf Instagram oder Facebook aktiv ist, kann auch dort verwendete Namen übernehmen.
Experten warnen allerdings davor, den gleichen Benutzernamen auf mehreren Plattformen zu verwenden. Das macht es Spammern leichter, gezielt Nachrichten zu verschicken. Auch bei Klarnamen ist Vorsicht geboten: In großen, öffentlichen Gruppen zeigt "max.mustermann" sofort, wer dahintersteckt.
Ein öffentliches Verzeichnis zum Durchsuchen von Namen wird es nicht geben. Man muss den exakten Benutzernamen kennen, um jemanden zu kontaktieren.
Als zusätzlichen Schutz bietet WhatsApp einen optionalen PIN-Code an. Nur wer diesen Code kennt, kann die erste Nachricht senden.
Als guter Kompromiss gilt ein Benutzername wie "max_berlin" – er ist im Bekanntenkreis zuordenbar, verrät aber Fremden nicht den vollen Namen. Wer keine Lust auf das neue Feature hat, kann es auch einfach ignorieren. Die Funktion ist optional, WhatsApp funktioniert weiterhin wie gewohnt.