Doppeltes Pech für einen US-Amerikaner: Andreas (29), der in Wien in einem Hostel an der Rezeption arbeitet, wollte Sonntagabend nach einem langen und anstrengenden Dienst nur noch nach Hause in seine Wohnung in Klosterneuburg.
In Wien-Heiligenstadt stieg er in einen Bus der Linie 400 ein. Doch die Heimreise gestaltete sich schwieriger als gedacht. Und auch abenteuerlicher: Der US-Amerikaner saß nicht nur im falschen Bus – nur jeder Zweite fährt bis zur Endstelle in Klosterneuburg – er schlief bei der Fahrt auch noch ein.
Als der 29-Jährige in Kierling aufwachte, war er alleine im Linienbus und die Türen waren versperrt. Weil er sich nicht anders zu helfen wusste, rief er seine Bekannte Leena an, die in der Nähe wohnt. "Ich war nach ca. zehn Minuten da, konnte aber auch nichts tun. Der Busparkplatz war finster und verlassen, vom Fahrer keine Spur", schildert sie gegenüber "Heute". Also rief sie die Polizei zu Hilfe.
Die Leitstelle schickte auch flott eine Streife vorbei, die die Situation auch rasch lösen konnte: "Zum Glück kannte einer der Beamten einen Trick, wie man die versperrte Bustüre öffnet. So war Andreas nach rund 30 Minuten befreit und konnte zuhause weiterschlafen", lacht Leena.
Michael Scharf, Postenkommandant von Klosterneuburg, bestätigt den Vorfall und sagt schmunzelnd: "Wir helfen, wo wir können!"