"Taste Atlas" ist so etwas wie ein kulinarischer Reiseführer. Dort bewerten Nutzer aus aller Welt verschiedenste Gerichte und Küchen. Dabei werden nicht nur die besten Küchen, sondern auch die beliebtesten und unbeliebtesten Speisen gekürt.
Im Vorjahr hat Lechona, das Nationalgericht aus Kolumbien, gewonnen. Auch heuer dürfte der Sieger für die meisten wohl eine echte Überraschung sein.
Für das aktuelle Ranking wurden mehr als 450.000 Stimmen zu knapp 12.000 Gerichten ausgewertet. Ganz oben am Stockerl steht diesmal Vori Vori – eine herzhafte Suppe aus Paraguay. Laut Usern ist sie "eine beliebte Hauptmahlzeit bei kühlerem Wetter".
Die Suppe besteht aus Hühnersuppe, Gemüse und frischen Kräutern. Das Besondere: In der Brühe schwimmen kleine Bällchen aus Maismehl und Käse. Oft kommen noch Hühnerstücke dazu, aber es gibt auch eine vegetarische Variante.
"Eine Besonderheit ist die Dichte der Knödel, die die Brühe aufnehmen und dabei ihre Struktur behalten, wodurch das Gericht ohne Mehl oder andere Verdickungsmittel eine dickflüssige Konsistenz erhält", schreibt "Taste Atlas".
Mais und Huhn sind in der Region schon seit Jahrhunderten Fixstarter. Schon das indigene Volk der Guaraní hat sich hauptsächlich davon ernährt.
In Paraguay ist die Freude groß, denn mit Vori Vori hat man sogar die Pizza Napoletana hinter sich gelassen. Die italienische Kult-Pizza landet heuer nur auf Platz 2.
Auf dem dritten Platz findet sich erneut ein italienisches Gericht: Tajarin al tartufo bianco – das sind hauchdünne Nudeln mit Butter, Pfeffer und frischem weißem Trüffel. Insgesamt ist Italien mit gleich zwölf Gerichten in der Rangliste vertreten. Österreich, Deutschland und die Schweiz gehen diesmal leer aus.