Jetzt ist klar, wo die drei Nonnen aus dem Kloster Goldenstein stecken: in Rom. Nachdem ihr Verschwinden für Aufregung gesorgt hatte, tauchten die Ordensfrauen am Mittwoch bei der Generalaudienz von Papst Leo XIV. auf.
Laut ihrem Unterstützer-Team sei die Reise kurzfristig möglich geworden. Aus dem Vatikan habe es "in letzter Minute" grünes Licht gegeben. Auch eine zuständige Kirchenbehörde sei in die Entscheidung eingebunden gewesen.
Brisant ist der Fall auch für Oberösterreich: Grasl vom Stift Reichersberg ist als apostolischer Kommissar für das Kloster zuständig. Als die Nonnen plötzlich nicht auffindbar waren, schlug er Alarm und brachte sogar eine Anzeige ins Spiel.
Das Verschwinden der Nonnen erfülle ihn mit "sehr großer Sorge", schrieb Grasl am Mittwochmorgen in einer Aussendung
Die Situation ist besonders heikel, weil es seit Monaten Streit um das Kloster gibt. Eigentlich laufen Gespräche, damit die drei Frauen weiterhin dort leben können. Im Gegenzug hätten sie eine geplante Rom-Reise absagen sollen – genau diese traten sie nun offenbar doch an.
Das Helferteam der Nonnen weist die Kritik zurück. Man habe den zuständigen Erzabt stets informiert, heißt es. Vielmehr gebe es Probleme in der internen Kommunikation.
Ob die Reise Konsequenzen für die Ordensfrauen haben wird, ist offen. Für die drei war es jedenfalls ein besonderes Erlebnis – sie waren zum ersten Mal in Rom.
Die Nonnen von Goldenstein wurden im Vorjahr weltweit bekannt. Schwester Rita, Schwester Bernadette und Schwester Regina sind gegen den Willen ihres Ordens aus einem Seniorenheim zurück in ihr früheres Kloster gezogen. Die Welt nahm Anteil, viele schlossen die drei Schwestern ins Herz, auf Instagram folgten ihnen 280.000 Menschen.