Meterhohe Flammen, beißender Rauch, ein Wettlauf gegen die Zeit: In Katsdorf im Bezirk Perg ging in der Nacht auf Mittwoch ein Vierkanter in Flammen auf. Als die Feuerwehr eintraf, stand der Wirtschaftstrakt bereits in Vollbrand.
Gegen 1.40 Uhr gingen mehrere Notrufe ein. Anrainer waren durch ungewöhnliche Geräusche auf das Feuer in der Ortschaft Edt aufmerksam geworden – und reagierten sofort. Noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte brachten sie die beiden Hausbewohner in Sicherheit. Auch mehrere Schafe wurden gerettet.
Der Einsatz wurde zur Mammutaufgabe. Starke Windböen fachten die Flammen weiter an, Funken flogen auf umliegende Bäume. Die Feuerwehr musste laufend kontrollieren und nachlöschen, damit sich der Brand nicht weiter ausbreitet.
Weil das Anwesen abgelegen liegt, musste eine rund zwei Kilometer lange Zubringerleitung gelegt werden. Landwirte halfen mit Vakuumfässern, eine Drohne unterstützte die Einsatzkräfte. Mit ihr wurden auch entlaufene Schafe gesucht und wieder eingefangen.
Rund 200 Feuerwehrleute kämpften bis in die Morgenstunden gegen das Inferno. Der Wirtschaftstrakt wurde völlig zerstört, ein Teil des Wohnbereichs konnte aber vor den Flammen geschützt werden.
"Das Zusammenspiel der vielen Kräfte funktionierte gut, die Abläufe verliefen Schlag auf Schlag und alle arbeiteten Hand in Hand", so Einsatzleiter Hannes Mayböck von der FF Lungitz. Verletzt wurde niemand. Polizei und Rotes Kreuz standen ebenfalls im Einsatz. Die Brandursache ist noch unklar, die Ermittlungen der Exekutive laufen.