Die Formel 1 befindet sich noch eine Woche lang in der Sommerpause. Am 23. August geht es dann mit dem Großen Preis der Niederlande in die zweite Saisonhälfte. Trotzdem wird hinter den Kulissen heftig über die Zukunft einiger Fahrer spekuliert, die sogenannte "Silly Season", also das "Transferfenster" der Motorsport-"Königsklasse" samt vieler Gerüchte, ist in vollem Gange.
Und mittendrin ist ein Name: Max Verstappen. Der Vierfach-Weltmeister kann mittels Klausel aus seinem noch bis 2028 laufenden Red-Bull-Vertrag aussteigen, er liegt schließlich nur auf Rang sechs der Fahrer-WM. Nun hat er bis in den Oktober hinein Zeit, diese Entscheidung zu treffen. Doch wo könnte der Vierfach-Weltmeister hingehen? Hier werden immer wieder zwei Teams genannt: McLaren und Mercedes.
Bei McLaren würde Verstappen wohl Oscar Piastri ablösen. Das Team des aktuellen Weltmeisters Lando Norris war zuletzt häufiger genannt worden. Auch, weil Verstappens Vertrauensmann und Renningenieur Gianpiero Lambiase dorthin wechseln wird. Bei Mercedes scheint die Tür mit dem aktuell WM-Führenden Andrea Kimi Antonelli und Ass George Russell eigentlich zu zu sein. Doch Spekulationen über den Sensationswechsel reißen nicht ab. Nicht zuletzt deshalb, weil Verstappen jüngst beim gemeinsamen Planschen mit Mercedes-Teamchef Toto Wolff während des Sardinien-Urlaubs gesehen wurde.
Wie eng es für Russell werden könnte, unterstreicht auch der ehemalige Pilot und nunmehrige Experte Johnny Herbert. Der sorgt sich nämlich um den 28-Jährigen, schließlich war Russell als klare Nummer eins des Teams und WM-Favorit in die Saison gegangen. Die Realität sieht nach elf Saisonrennen ganz anders aus. Russells zwei Grand-Prix-Siegen stehen sechs Triumphe von Antonelli gegenüber.
"Ich glaube, dass Antonellis Konstanz Russell im Moment Probleme bereitet. Es scheint, als würde er jedes Mal von Kimi zerstört werden, wenn er ins Auto steigt", erklärte Herbert und führte weiter aus: "Jeder, inklusive mir, dachte, dass es sein Jahr werden würde. Aber so ist es nicht gelaufen." Aktuell liegt Russell 59 Punkte hinter seinem Teamkollegen. Das sind mehr als zwei Siege.
Einer der Gründe für die Russell-Schwäche könnten auch die anhaltenden Verstappen-Gerüchte sein, meinte Herbert. Diese würden "Russells Stimmung sicher nicht helfen. Er weiß, dass sein Platz in Gefahr ist." Dass obendrein Verstappen und Russell alles andere als Freunde, eher das Gegenteil, sind, dürfte ebenso mit hineinspielen.