Parkticket per App lösen, Parkzeit verlängern, fertig. Was bequem klingt, wird für viele Autofahrer zur Kostenfalle. Denn je nach Anbieter schlagen beim Handy-Parken zusätzliche Servicegebühren zu Buche. Laut aktuellen Zahlen der Arbeiterkammer Oberösterreich können das bis zu 50 Cent pro Parkvorgang sein.
Konkret heißt das: Statt einem Euro für eine halbe Stunde werden schnell 1,50 Euro fällig. Und wer die Parkzeit verlängert, zahlt die Gebühr erneut. In manchen Städten liegen die Gesamtkosten laut Untersuchung sogar bis zu 100 Prozent über dem offiziellen Mindesttarif.
Für Linz schlägt nun Vizebürgermeister Martin Hajart Alarm. In einer Aussendung fordert er, dass Handy-Parken nicht zur digitalen Preisfalle werden dürfe. Deutliche Worte findet er dabei zu den Zusatzgebühren: "Versteckte Kosten dürfen beim Handy-Parken keinen Platz haben. Parken muss transparent und für die Linzer leistbar bleiben."
Gleichzeitig sieht er den zuständigen Finanz- und Gebührenstadtrat Thomas Gegenhuber (SPÖ) in der Pflicht, die Gebührenstruktur rasch zu prüfen und nachzubessern .
Klare Worte kommen auch zur Transparenz: Nutzer sollen auf einen Blick erkennen können, welche App welche Gebühren verlangt. Versteckte Mehrkosten dürfe es nicht geben. Die Stadt müsse gemeinsam mit den Anbietern Lösungen erarbeiten, damit das System fair und nachvollziehbar bleibt . Klar ist: Ein Vergleich der Anbieter kann bares Geld sparen. Denn bequem ist Handy-Parken nur dann, wenn es nicht still und heimlich teurer wird.