"Ich bin furchtbar beleidigt", sagt Julia M. (Name der Redaktion bekannt) zu "Heute". Die 16-Jährige jobbte im Vorjahr erstmals in den Herbstferien und sparte den Lohn für ihren großen Traum: ein iPhone 17.
Ihr Vater half bei der Onlinesuche nach dem Smartphone. Für das Traummodell in Weiß mit 256 GB sind 604 Euro fällig, dazu noch der Einsatz von Tausenden Treuepunkten – die Familie aus Niederösterreich ist seit 25 Jahren Kunde bei dem Handybetreiber – war es zu haben. Die Farbe war der Knackpunkt: In Schwarz wäre es sofort lieferbar gewesen, bei Weiß stand "längere Lieferzeiten möglich" daneben, "wir dachten uns nichts dabei", sagt Vater Michael M.
Es war der 3. November, als das Handy bestellt wurde. "Wir dachten, wir müssten im schlimmsten Fall drei oder vier Wochen warten – das wäre okay gewesen", sagt M. zu "Heute".
"Bei der Statusabfrage stand immer wieder 'Bestellung wird für Lieferung vorbereitet'", vier Wochen lang übte man sich anfangs in Geduld. Doch dann reichte es Vater und Tochter, man versucht seit Dezember über die Hotline Informationen über das verschollene Traum-Handy zu bekommen.
„Wir hörten immer andere Ausreden“Michael M.
"Bei jedem Anruf hörten wir andere Ausreden", beschreibt Vater Michael M., "zuerst konnten sie die Bestellung nicht einsehen, dann war das Gerät angeblich schon da und sollte bald verschickt werden, irgendwann haben sie uns versprochen, es ist fix bis Weihnachten da."
Fazit aller Kontakte: "Mir konnte niemand sagen, ob die Bestellung überhaupt aufrecht ist!" Online war immer noch zu lesen, das Gerät werde für die Auslieferung vorbereitet. Irgendwann wurden auf das Kundenkonto vom Handybetreiber 50 Euro gutgeschrieben, aber das iPhone war noch immer spurlos verschwunden.
Als die Familie "Heute" anschreibt, ist es bereits Anfang Jänner, die Bestellung lag 65 Tage zurück. Vom iPhone gab es keine Spur.
"Heute" kontaktierte den Handybetreiber. Wo ist denn das iPhone 17, das vor mehr als zwei Monaten bestellt wurde?
Dann die gute Nachricht: Das heiß ersehnte iPhone ist bereits verschickt. Am Tag darauf rufen wir bei Julia M. an: "Plötzlich war es da!"
"Das ist uns wirklich unangenehm, es tut uns furchtbar leid", hören wir aus der Zentrale. Dieses iPhone-Modell sei viel stärker nachgefragt als vorab eingeschätzt, deswegen wurden wohl zu wenige in dieser Farb- und Speicher-Kombination bestellt, so ein Sprecher zu "Heute".