Nach der Kollision eines Ausflugsschiffs mit einem Segelboot vor der kroatischen Adriaküste hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Ein 33-jähriges Besatzungsmitglied des Ausflugsschiffs steht im Verdacht, gegen Sicherheitsvorschriften im Schiffsverkehr verstoßen zu haben.
Das Unglück ereignete sich am Sonntag zwischen den beliebten Urlaubsinseln Šolta und Brač. Dabei stieß ein Ausflugsschiff mit einem unter französischer Flagge fahrenden Segelboot zusammen.
An Bord des Segelboots befanden sich acht tschechische Staatsbürger. Das Boot sank nach der Kollision. Vier Menschen kamen ums Leben, vier weitere wurden verletzt.
Die 118 Passagiere und sieben Crewmitglieder des Ausflugsschiffs blieben nach Angaben der Behörden unverletzt.
Wie es zu dem Zusammenstoß kam, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. Laut Innenminister Davor Božinović gibt es Hinweise darauf, dass die Besatzung des Ausflugsschiffs nicht alle notwendigen Maßnahmen zur Vermeidung einer Kollision getroffen habe.
"Es kam zu einem Verstoß gegen die Seesicherheitsvorschriften, der zu einer Kollision und zum Tod von vier Menschen führte", sagte Božinović vor Journalisten.
Die Untersuchungen werden von der Staatsanwaltschaft sowie der kroatischen Untersuchungsbehörde für Unfälle im Luft-, Schiffs- und Bahnverkehr (AIN) geführt.
Das gesunkene Segelboot liegt in mehr als 50 Metern Tiefe. Mit der Bergung wurde bislang noch nicht begonnen.