Leise war Erik alias Satansbratan in der "Villa der Versuchung" wirklich selten. Der Österreicher lieferte über die Staffel hinweg einen Aufreger nach dem anderen – und geriet dabei ausgerechnet mit seinem Landsmann Roland Ludomirska besonders heftig aneinander.
Dabei hätte alles ganz anders laufen können.
Roland verriet später gegenüber "Heute", dass er sich vor der Show ausgerechnet auf Erik besonders gefreut hatte. Zwei Österreicher in einer deutschen Reality-Show – eigentlich beste Voraussetzungen für eine kleine Allianz.
Daraus wurde nichts.
Zwischen dem "Crazy Cheese"-Mann und Satansbratan krachte es schon früh. Roland warf seinen Mitbewohnern vor, sich auf Kosten anderer durchs Leben zu schnorren. Erik wiederum hatte schnell genug von den Ansagen des Unternehmers.
Irgendwann wurde der Streit persönlich.
"Du benimmst dich wie ein Neandertaler", schoss Roland gegen Erik. Der ließ sich das nicht gefallen und bezeichnete seinen Landsmann unter anderem als "Dreck unter meinen Fingernägeln".
Dann drohte die Situation völlig zu eskalieren.
"Soll ich dir eine anrauchen?", fragte Roland. Erik provozierte zurück: "Na komm! Rauch mir eine an. Da brichst da die Finger, du Voitrottel."
Schließlich musste sogar die Produktion eingreifen. Beide wurden aufgefordert, auseinanderzugehen. Sollte es zu einer körperlichen Auseinandersetzung kommen, müssten sowohl Roland als auch Erik die Villa verlassen.
Zum Schlag kam es nicht.
Roland musste wenig später trotzdem gehen. Bei der Abrechnung wählten ihn seine Mitbewohner aus der Show.
Doch wer dachte, mit dem "Crazy Cheese"-Mann verschwinde auch Satansbratans Konfliktpotenzial, irrte.
Auch mit Thorsten Legat verschlechterte sich das Verhältnis. Als der ehemalige Fußball-Profi gegen Erik stimmte, reagierte dieser enttäuscht und schickte ihn mit einem deutlichen "Schleich dich" weg.
Kurz vor dem Finale folgte schließlich Satansbratans wohl dreisteste Aktion.
Im Versuchungszimmer warteten 10.000 Euro in bar auf die Bewohner. Jeder durfte selbst entscheiden, wie viel davon er nehmen möchte. Erik wollte unbedingt als Erster hinein – und geriet deshalb bereits mit Chika und Jana Pallaske aneinander.
"Wenn ihr ein Problem habt, wählt mich raus", lautete seine Ansage. Dann betrat er den Raum und nahm einfach alles. "Ich habe keine Sekunde überlegt. Ich nehme alles, und alles ist für meine Mama", erklärte Erik.
Für seine Mitbewohner blieben exakt null Euro.
"Hat der Drecksack alles genommen?", reagierte Chika fassungslos. Selbst Thorsten Legat bezeichnete die Aktion als "asoziales Verhalten".
Und Satansbratans Ansage sollte schneller Realität werden, als ihm lieb sein konnte.
Bei der nächsten Entscheidung wandten sich seine Mitbewohner gegen ihn. Erik wurde aus der "Villa der Versuchung" gewählt und verpasste damit das Finale.
Mit leeren Händen ging der Österreicher trotzdem nicht.
Die 10.000 Euro durfte er behalten – und sorgte damit selbst bei seinem Abgang noch einmal für den wohl passendsten Satansbratan-Moment der gesamten Staffel.