Jubel bei Volksanwältin Gaby Schwarz: Nach jahrelanger Kritik von Schwarz erlaubt Wiener Wohnen künftig unter bestimmten Voraussetzungen Klimaanlagen in Gemeindebauten. Für die Volksanwältin ist das ein wichtiger Erfolg für tausende Wiener.
"Seit Jahren fordere ich Wiener Wohnen dazu auf, das Verbot von Klimaanlagen in Gemeindebauten zu überdenken. Es ist erfreulich, dass die Stadtregierung die Kritik der Volksanwaltschaft ernst nimmt und sich jetzt bewegt", sagt Schwarz.
Die Volksanwältin hatte das Thema immer wieder öffentlich gemacht – etwa im Bericht an den Wiener Landtag, in der ORF-Sendung "Bürgeranwalt" oder zuletzt im Wiener Landtag. Besonders kritisierte sie, dass Klimaanlagen bisher praktisch nur für Menschen mit Pflegestufe 6 erlaubt waren.
"Unsere Kritik als Volksanwaltschaft war klar: Extreme Hitze im Sommer ist nicht nur für bettlägrige Personen der Pflegestufe 6 eine enorme Belastung, sondern auch für Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen, Senioren, Kinder und viele andere", betont Schwarz.
Wie "Heute" bereits berichtet hatte, reagiert die Stadt nun auf die immer heißeren Sommer in Wien. Künftig sollen Split-Klimageräte mit Innen- und Außeneinheit genehmigt werden können – allerdings nur bei Einhaltung strenger Vorgaben zu Lärmschutz, Brandschutz und Energieeffizienz.
Für Schwarz ist klar: "Darum ist es gut, dass die Stadt Wien auf uns hört und diese Regelung anpasst."
Auch die FPÖ heftet sich das Aus für das Klima-Anlagenverbot im Gemeindebau auf die Fahnen. "Die SPÖ musste nun endlich klein beigeben: Nachdem die FPÖ Wien jahrelang Druck gemacht, Initiativen eingebracht und die unzumutbare Verweigerungspolitik von Wiener Wohnen aufgezeigt hat, sollen Klimaanlagen in Gemeindebauten künftig erlaubt werden. Das ist ein großer Erfolg für die freiheitliche Oppositionsarbeit und vor allem für hunderttausende Gemeindebaubewohner", erklären FPÖ-Wien Chef Stadtrat Dominik Nepp und der Wohnbausprecher der Wiener FPÖ Michael Niegl.