Motorsport-Idole coachen sie

Vollgas voraus! Race-Mia (12) rast Richtung Formel 1

Mia zählt zu den besten Kartfahrerinnen ihrer Generation. Jetzt trainiert sie unter den Fittichen von Susie Wolff für die Formel 1.
Jana Stanek
13.05.2026, 05:45
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Mit bis zu 120 km/h rast die Burgenländerin Mia Zanki über die Kart-Rennstrecken der Welt. Ihr klares Ziel: Rennfahrerin in der hart umkämpften Formel-1-Welt zu werden – und sie ist auf dem besten Weg dorthin. Als eines von drei jungen Mädchen wurde die 12-Jährige in das renommierte Programm "F1 Academy – Discover Your Drive" von Rennfahrlegende Susie Wolff aufgenommen.

Tägliches Training ist angesagt

Ausruhen kann sich die junge Kartfahrerin auf diesem Erfolg jedoch keineswegs: "Ich trainiere jeden Tag fünf bis sechs Stunden", erklärt sie im "Heute"-Talk. Laufen am Morgen, Krafttraining und Training im Rennsimulator stehen täglich auf dem Programm – und das neben der Schule! Diese absolviert Mia teils freiwillig online und teils vor Ort in Spanien. Meistens ist die Burgenländerin jedoch mit ihren Eltern auf dem Weg zu verschiedensten Rennen in ganz Europa, schließlich absolvierte sie im letzten Jahr ganze 30 Rennwochenenden.

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Guter Zeitpunkt für weibliche Rennfahrerinnen

Im Zuge der F1 Academy werden die besten angehenden Rennfahrerinnen einer Generation trainiert. Fleißig wird weiter gefahren und trainiert. Zudem gibt es PR- und Mental-Health-Coachings. Das Programm richtet sich speziell an Mädchen und soll dabei helfen, die nächsten professionellen Rennfahrerinnen auszubilden.

Derzeit ist die Formel 1 rein männlich geprägt, doch: "Gerade ist das Momentum für uns gut. Jeder will der Erste sein, der eine Frau im Team hat", so Mia. Und genau dafür tut sie derzeit alles. "Ich bin sehr dankbar für den Platz in diesem Programm, denn an die Spitze schafft man es nur mit starken Partnern", erklärt sie.

Riesige Unterstützung von Papa

Einen dieser Partner hat sie bereits in ihrem Vater Richard gefunden. Obwohl er früher nie etwas mit Rennsport zu tun hatte, wurde er gleichzeitig Trainer, Coach und Sponsor. "Unter 5.000 Euro findet vor allem ein internationales Rennen in unserer Klasse nicht statt", erklärt er.

Vor allem finanziell ist es daher wichtig, Sponsoren zu finden, um ans Ziel zu kommen. Mit großen Schritten nähert sich Mia diesem Traum: Heuer darf sie erstmals die Formel 4 testen. "Im Formelauto ist es noch einmal etwas ganz anderes als im Kart", erklärt Mia voller Vorfreude. Erfolge kann sie bereits jetzt einige feiern.

Schon zahlreiche Erfolge erzielt

19 Podiumsplätze in 30 Rennen konnte die 12-Jährige bereits erreichen. Außerdem ist sie unter anderem Österreichischer Vize Champion in den Jahren 2023, 2024 und 2025! Ich habe für jeden Sieg gearbeitet, man fühlt sich einfach stolz", strahlt sie. Erst kürzlich durfte Mia ihr großes Idol, Toto Wolff (der Wiener ist Formel-1-Chef von Mercedes) und dessen Frau Susie Wolff persönlich treffen. "Er ist einfach eine Ikone, ich war schon sehr nervös", gibt sie zu.

Ansonsten fiebert der Nachwuchsprofi für Mercedes-AMG Petronas Formula One Team mit und feuert neben Lewis Hamilton (früher Mercedes, heute Ferrari) und Charles LeClerc (Ferrari) besonders gerne Kimi Antonelli (Mercedes) an. "Der ist 19 Jahre alt, gar nicht so viel älter als ich", erzählt sie. Vielleicht kann Mia in einigen Jahren sogar gegen ihre Lieblingsfahrer antreten, gearbeitet wird dafür auf jedenfall Tag für Tag.

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