Mann vor Gericht

Von Ex-Freund gewürgt, Frau stach zu: Es war Notwehr!

Eine Wienerin ließ sich von ihrem Ex-Partner zu einem Treffen in dessen Wohnung überreden – die Aussprache wurde plötzlich zur Todesfalle.
Wien Heute
23.03.2026, 16:21
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Ein Wiener ließ seine Ex-Freundin einfach nicht in Ruhe, feuerte nächtelang Nachrichten auf ihr Handy, um sie zu einem Treffen zu überreden. Irgendwann war der Widerstand gebrochen, die 46-Jährige willigte ein. Zuerst schlug sie ein Treffen im Matzner Park in Wien-Penzing vor, doch der Mann (35) lockte die Ex-Freundin in seine Wohnung.

"Plötzlich wild gewürgt"

Als die Frau bei ihm ankam, war er stark betrunken. Zuerst habe man auf der Couch geplaudert, sie habe ihm klargemacht, dass es keine gemeinsame Zukunft mehr geben würde, erzählt die Wienerin der "Krone". Dann wurde es gefährlich. "Er legte den Arm um meinen Hals, plötzlich begann er mich wie wild zu würgen, sodass ich dachte, jetzt ist es mit mir gleich endgültig aus!"

Frau kämpfte um ihr Leben

Die Frau kämpfte um ihr Leben, konnte sich aus dem Würgegriff des groß gewachsenen 35-Jährigen befreien. Sie habe dann versucht, sich in der Küche zu verbarrikadieren – erfolglos. Der Mann trat in Rage die Türe ein, stürzte sich auf seine Ex-Freundin. "Er riss mir büschelweise Haare aus", berichtet die Frau schockiert. Sie fürchtete um ihr Leben, erwischte mit letzter Kraft ein Küchenmesser – und stach zu. Dann stürmte sie in Panik aus der Wohnung. Nachbarn hatten da bereits die Polizei alarmiert, sie wurde festgenommen. 16 Stunden verbrachte die Frau in der Zelle. "Mordversuch", lautete anfangs der Verdacht.

Notwehr: Verfahren eingestellt

Doch am Montag wurde das Verfahren gegen die 46-Jährige eingestellt. Auch für das Gericht war der Messerstich eine Handlung aus Notwehr. Am Mittwoch (25.3.) steht nun der Ex-Freund wegen Körperverletzung vor Gericht. Die Unschuldsvermutung gilt.

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