Dutzende Polizisten kontrollierten am Bahnhof Wien-Meidling Ausweise, sprachen Reisende an, überprüften Personen – mitten im laufenden Betrieb. Genau hier setzte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) am 20. März seine Botschaft ab: "Wir bleiben dran." Der Kampf gegen illegale Migration sei zentral – und die Zahlen würden zeigen, dass der Kurs wirkt.
Für den Minister ist die Richtung klar: mehr Druck, mehr Kontrollen, mehr Abschiebungen. Ziel bleibe, die illegale Migration konsequent weiter zu senken.
Karner verwies auf konkrete Entwicklungen. Besonders im Burgenland sei der Rückgang deutlich: In der Kalenderwoche 11 des Jahres 2023 wurden dort noch über 240 Personen aufgegriffen – im selben Zeitraum heuer nur mehr 13. Für den Innenminister ist das kein Zufall. Verstärkte Kontrollen und konsequente Abschiebungen hätten die Zahlen massiv gedrückt. Die illegale Migration solle weiter "gegen Null" gehen.
Wie dieser Kurs konkret aussieht, zeigte die Aktion in Wien. Mehr als 35 Polizisten waren am Bahnhof Meidling im Einsatz und kontrollierten Identitäten sowie den rechtmäßigen Aufenthalt.
Dabei wurde deutlich, wie massiv der Einsatz war: Rund 150 Identitätsfeststellungen und Fahndungsanfragen wurden durchgeführt, zwei Personen wurden festgenommen. Solche Schwerpunktaktionen – sogenannte Planquadrate – finden regelmäßig statt. Allein heuer gab es bereits 16 davon in Wien.
Nach dem Termin in Meidling stieg Karner selbst in die U6 und fuhr weiter zum Westbahnhof. Auch dort wurde kontrolliert. Viele Fahrgäste blieben stehen und beobachteten das Geschehen. Die Strategie dahinter: Präsenz zeigen, kontrollieren, abschrecken. Bahnhöfe und Verkehrsknoten stehen dabei besonders im Fokus.
Wiens Landespolizeivizepräsident Dieter Csefan betonte die Wirkung der Maßnahmen. Durch gezielte Kontrollen würden Verstöße konsequent erkannt und verfolgt. Gleichzeitig gehe es darum, Straftaten frühzeitig zu verhindern. Für Karner ist klar: Der eingeschlagene Weg wird fortgesetzt. Die Zahlen sollen weiter sinken, der Druck hoch bleiben.
Auch Polizeischüler waren bei der Aktion dabei. Für sie war es oft einer der ersten Einsätze im Außendienst – direkt im laufenden Betrieb an einem der größten Verkehrsknoten Wiens. Gemeinsam mit erfahrenen Beamten unterstützten sie die Kontrollen, beobachteten Abläufe und sammelten praktische Erfahrung.