Vor Corona-Gipfel 1.409 neue Fälle und 13 Tote

Die Coronazahlen steigen, der Blick auf die Intensivstationen bereitet Sorgen.
Die Coronazahlen steigen, der Blick auf die Intensivstationen bereitet Sorgen.Evgeniy Maloletka / AP / picturedesk.com
Die Coronafälle steigen seit Tagen an, auch die Zahl der Patienten in den Krankenhäusern. Am Montag zählt Österreich 1.409 Neuinfektionen und 13 Tote.

Die aktuellen Corona-Zahlen Österreichs brechen fast täglich Rekorde. Am Donnerstag gab es mehr als 2.300 neue Fälle, am Samstag wurden gar 2.457 neue Fälle, so viele wie noch nie zuvor an einem Wochenende im Jahr 2021, bestätigt. Am Sonntag wurden 2.123 neue Coronafälle gemeldet, rund 300 mehr als einen, und rund 1.000 Fälle mehr als zwei Sonntage zuvor. Dennoch diskutiert die Regierung am Montag über weitere Lockerungen in Österreich.

Am Montag kurz vor dem Öffnungsgipfel der Bundesregierung melden die Gesundheitsbehörden nun 1.409 Neuinfektionen und 13 Tote. Damit steigt auch die Montags-Zahl im Vergleich zu den beiden Vorwochen stark an. Zum Vergleich: Am Montag, dem 22. Februar 2021, waren es noch 1.270 Neuinfektionen und elf Tote, am Montag, dem 15. Februar 2021 1.225 Neuinfektionen und zehn Tote.

Spitalszahlen steigen ebenfalls weiter an

Die aktuellen Montags-Zahlen: Bisher gab es in Österreich 460.849 positive Testergebnisse. Mit heutigem Stand (01. März 2021, 9:30 Uhr) sind österreichweit 8.574 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben und 432.016 wieder genesen. Derzeit befinden sich 1.353 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung. Davon werden 290 auf Intensivstationen betreut. 

Das Burgenland zählt 64 neue Coronafälle, Kärnten 45, Niederösterreich 421, Oberösterreich 215, Salzburg 68, Steiermark 150, Tirol 87, Vorarlberg 32 und Wien 327. Sprunghaft steigen aber auch die Corona-Patienten in den Spitälern an. In nur 24 Stunden kamen auf den Normalstationen 62 Patienten hinzu, davon müssen elf Betroffene auf Intensivstationen der heimischen Krankenhäuser behandelt werden.

"Eine besorgniserregende Trendwende"

Angesichts dieser Entwicklung ist es äußerst fraglich, wie es in den kommenden Wochen weitergehen wird. Viele, nicht zuletzt die Gastronomen, erhoffen sich vom Corona-Gipfel am Montag eigentlich zarte Öffnungsschritte in weiteren Branchen. Angesichts der jüngsten Entwicklung scheinen weitere Öffnungsschritte aber in weite Ferne gerückt zu sein. Zuletzt sprach sich auch Regierungsberaterin Eva Schernmann gegen weitere Lockerungen aus.

"Haupttreiber dieser Steigerungen ist die rasche Ausbreitung der stärker ansteckenden Mutationen in ganz Europa, auch in Österreich. In der Mehrzahl der österreichischen Bundesländer dominiert die britische Variante bereits. Da diese ein um rund 30 Prozent höheres Ansteckungsrisiko aufweist, steigen die Infektionszahlen parallel zur Ausbreitung der Variante", so Gesundheitsminister Rudi Anschober. Er sprach im Vorfeld des Gipfels von einer "besorgniserregenden Trendwende".

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