Die Verzweiflung ist riesig, die Worte gehen unter die Haut: Mit einem emotionalen Facebook-Posting schlagen die SOS Tierhelfer Linz jetzt Alarm. "Ein Weckruf, der uns das Herz bricht", schreibt das Team – und spricht offen über Überlastung, Geldnot und die Angst vor dem Kollaps.
Seit Jahren helfen die Tierretter ehrenamtlich, retten verletzte Tiere, kümmern sich um Notfälle und springen ein, wenn sonst niemand mehr hilft. Doch jetzt sei ein kritischer Punkt erreicht. "Die Anrufe explodieren, das Telefon steht nicht mehr still", heißt es im Posting.
Gleichzeitig würden immer mehr Tiere Hilfe brauchen, während Pflegestellen "aus allen Nähten platzen". Die Helfer hätten bisher "nie auch nur einen Cent verlangt". Tierarztkosten, Futter oder Einsätze seien aus eigener Tasche bezahlt worden – getragen von "unendlichem Herzblut".
Doch die Realität habe sich dramatisch verändert: "Jeder will, dass geholfen wird – aber fast niemand ist mehr bereit, uns finanziell dabei unter die Arme zu greifen." Jetzt denkt der Verein sogar darüber nach, künftig Geld für Einsätze zu verlangen.
Außerdem: "Wir sind KEIN kostenloses Tier-Taxi!", stellt der Verein unmissverständlich klar. Man könne nicht mehr "den ganzen Tag kilometerweit spazieren fahren", nur weil etwa ein Nestling am Boden sitze oder eine Taube leicht humpelnd gesichtet werde. "Für solche Fälle gibt es Beratungen, oder die Finder müssen selbst aktiv werden." Ansonsten fehle die Kraft "dort, wo es um Leben und Tod geht".
Inhaber: SOS Tierhelfer Linz
IBAN: AT70 1500 0007 1176 1668
BIC: OBKLAT2L
Deswegen müsse man jetzt die Notbremse ziehen: "Wenn wir als Verein überleben wollen, müssen wir umdenken." Ohne finanzielle Beteiligung oder echte Unterstützung sei vieles künftig nicht mehr machbar. "Wir überlegen ernsthaft, ab sofort für Standard-Einsätze eine Aufwandsentschädigung zu verlangen."
Ausgenommen bleiben laut Posting aber weiterhin technische Rettungen, schwer verletzte Tiere und Fundhunde. Zum Schluss richtet das Team einen eindringlichen Appell an die Menschen in Linz und Umgebung: "Bitte versteht diesen Beitrag als das, was er ist: Ein lauter Hilferuf vor dem Kollaps." Wer helfen könne, solle spenden. "Wir wollen weiterhelfen. Aber wir können es nicht mehr umsonst tun, wenn die Welt um uns herum uns im Stich lässt."