Die OÖ-Landwirtschaftskammer schlägt Alarm: Die Preisentwicklung bei Milch in den vergangenen Monaten sei für die Bauern nicht erfreulich. Die Lage habe sich "deutlich eingetrübt und verschlechtert".
Im Jahresdurchschnitt 2025 lag der Milchpreis für die Erzeuger bei gut 54 Cent netto pro Kilo. Im ersten Quartal 2026 waren es nur mehr durchschnittlich 46 Cent. Im Mai machte der Wert überhaupt nur mehr rund 42 bis 43 Cent aus.
Es brauche "rasch eine Trendumkehr", betont Kammerpräsident Franz Waldenberger. Die Milcherzeugung müsse langfristig gedacht werden – vor allem bei Erlösen und Kosten – und ein Einkommen für die geleistete Arbeit lukriert werden. Nur so könnten die Betriebe langfristig wirtschaftlich bestehen bleiben.
Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen: Wird den Landwirten ein höherer Preis ausbezahlt, schlägt sich das entsprechend in den Kosten im Handel nieder. Bedeutet: Milch und Milchprodukte könnten empfindlich teurer werden.
Angesichts der anhaltenden Teuerung wollte das Institut für Handel, Absatz und Marketing wissen der Linzer Kepler Uni vor kurzem wissen, wie es derzeit um das Konsumklima bestellt ist. Ernüchternder Befund: Bei Ausgaben für Bekleidung, Schuhe und Sportartikel wird ordentlich gespart.
Und: Nachdem die Orientierung an Aktionen 2024 und 2025 wieder nachgelassen hat, achten inzwischen fast drei Viertel der Konsumenten (73 Prozent) verstärkt darauf. Zudem bleibt der Umstieg auf preiswertere Ware sehr relevant: 54 Prozent greifen zu Günstigerem.