Mit einem kurzen, aber deutlichen Facebook-Posting sorgt ORF-Meteorologe Marcus Wadsak für eine ernste Botschaft. Für ihn steht fest, dass die Welt das international angestrebte 1,5-Grad-Ziel nicht mehr einhalten wird.
Umso mehr ärgert ihn, dass die Bemühungen gegen die Erderwärmung seiner Ansicht nach nachlassen. Seinen Beitrag beginnt Wadsak mit den lateinischen Worten "alea iacta est!" - die Würfel sind gefallen.
Der Meteorologe macht in seinem Posting deutlich, wie kritisch er die Entwicklung beim Klimaschutz beurteilt. "Das 1,5°-Limit werden wir nicht halten können", schreibt der Wetter-Experte auf Facebook.
Damit bezieht sich Wadsak auf das internationale Ziel, die globale Erwärmung möglichst auf 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen.
Doch auch wenn diese Grenze nach seiner Einschätzung nicht mehr einzuhalten ist, hält er weitere Anstrengungen für dringend notwendig.
Besonders unverständlich ist für Wadsak, dass die Bemühungen gegen den Klimawandel seiner Ansicht nach nicht verstärkt, sondern zurückgefahren werden. Wadsak schreibt:
"Anstatt jetzt alles daran zu setzen unter 2° zu blieben, lassen wir Klimaschutz schleifen und lassen weiter nach...."
Der ORF-Meteorologe fordert damit, zumindest die Marke von zwei Grad nicht aus den Augen zu verlieren.
Seine Kritik richtet sich gegen den nachlassenden Einsatz beim Klimaschutz, obwohl die Folgen einer weiteren Erwärmung zunehmend zum Thema werden.
Am Ende seines Beitrags stellt der Meteorologe eine Frage, mit der er seine Sorge um die kommenden Jahrzehnte zum Ausdruck bringt: Ist uns unsere Zukunft wirklich schon so egal?"
Dazu verlinkt Wadsak einen Bericht über die weltweiten Klimaprognosen. Die Vereinten Nationen warnen darin, dass die Erde mit der derzeitigen Klimapolitik bis zum Ende des Jahrhunderts auf eine Erwärmung um 2,8 Grad zusteuert.
Selbst wenn sämtliche angekündigten Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt würden, läge die prognostizierte Erwärmung noch bei 2,6 Grad.