Im Ukraine-Krieg gibt es eine neue Entwicklung: Humanitäre Hilfslieferungen sollen künftig auch außerhalb der ukrainischen Stadt Oleschky sicher transportiert werden können. Dafür wurde eine zunächst auf die Ortschaft beschränkte Waffenruhe auf weitere Teile der Region Cherson ausgeweitet. Das gab die amerikanische First Lady Melania Trump am Dienstag in den sozialen Medien bekannt.
Die Vereinbarung zwischen Russland und der Ukraine soll vor allem den Schutz der Zivilbevölkerung sicherstellen und Hilfskonvois die Durchfahrt ermöglichen.
"Der Zeitplan wurde um zwei Tage vorgezogen, um die Sicherheit der Zivilbevölkerung zu gewährleisten und die Lieferung lebenswichtiger humanitärer Hilfe zu erleichtern", erklärt Trump.
Auch das Gebiet, in dem die Waffen schweigen sollen, wurde vergrößert. "Das geografische Gebiet der Waffenruhe wurde über Oleschky hinaus in die Region Cherson ausgeweitet, um den humanitären Konvois einen sicheren Durchgang zu ermöglichen."
Russland hatte bereits in der Nacht auf Dienstag bestätigt, dass seit 3 Uhr Ortszeit eine Feuerpause rund um Oleschky gilt. Diese soll während einer humanitären Hilfsaktion aufrechterhalten werden. Die Ortschaft ist bereits seit Monaten abgeriegelt.
Die Initiative für die Feuerpause ging laut Angaben aus Washington vom Weißen Haus aus. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump erklärte, dass Melania Trump persönlich zwischen Moskau und Kiew vermittelt habe.
Auch Papst Leo XIV. hatte sich für die Menschen in Oleschky eingesetzt. In einem Telefonat mit Russlands Präsident Wladimir Putin bat er um Unterstützung für die Ortschaft.
Nach russischen Angaben soll die vereinbarte Feuerpause noch bis kurz vor Mitternacht am 1. November gelten.
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha deutete bereits an, dass die lokale Waffenruhe möglicherweise weitere diplomatische Entwicklungen ermöglichen könnte. "Wenn wir in Oleschky Ergebnisse sehen, kann dies den Weg für weitere Schritte im Friedensprozess ebnen", erklärte Sybiha.