Tier kämpft ums Leben

Wal-Drama in Deutschland – Rettung gescheitert

Erneut ist ein Rettungsversuch gescheitert! Der an der Ostseeküste gestrandete Wal konnte nicht befreit werden. Ein neuer Versuch folgt am Donnerstag.
Newsdesk Heute
24.03.2026, 19:57
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Zur Befreiung eines an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste gestrandeten Buckelwals haben Helfer versucht, das Tier am Dienstag mit einem Saugbagger zu befreien. Kurz vor 17 Uhr musste die Rettungsaktion jedoch eingestellt werden.

Wie die "Bild" berichtet, sei der Bagger am harten Sand vor dem Timmendorfer Strand gescheitert. Mittlerweile sei das Gerät wieder an Land gebracht worden. Nun soll ein Spezialgerät die Rettung für den Meeressäuger sein. Dieses könne jedoch erst am Donnerstag vor Ort eintreffen

Tier erkrankt

Das Tier war in der Nacht zum Montag erstmals auf einer Sandbank in der Lübecker Bucht bei Niendorf gesichtet worden. Mehrere Rettungsaktionen scheiterten seitdem. So wurden unter anderem mit Booten Wellen erzeugt, um dem Wal bei der Rückkehr in tieferes Wasser zu helfen. Immerhin konnte er von Teilen eines Netzes befreit werden, das um seinen Körper gewickelt war.

Nach Angaben der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd verschlechterte sich der Gesundheitszustand des Wals sichtlich. Auf dem Tier sei deutlicher Bewuchs als Folge einer Hautkrankheit zu sehen, sagte Sea-Shepherd-Mitglied Carsten Manheimer zur Nachrichtenagentur AFP. Die Krankheit sei vermutlich eine Folge des zu niedrigen Salzgehalts der Ostsee.

Ins tiefere Wasser gezogen werden könne der Wal nicht, erklärte Manheimer. Das Tier sei bereits geschwächt und habe womöglich zu wenige Muskeln, um gegenzuhalten. Eine solche Aktion würde dem Wal daher unter Umständen mehr schaden als nutzen, betonte der Meeresschützer.

Strand gesperrt

Die Polizei sorgte unterdessen weiterhin in Kooperation mit der Kommune dafür, dass der Wal nicht von Schaulustigen gestört wurde. Am Strand wurden dafür Bauzäune aufgestellt, auf dem Wasser patrouillierten Boote.

Möglicherweise handelt es sich bei dem gestrandeten Tier um denselben Wal, der sich vor rund zwei Wochen vor der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns bei Steinbeck in einem Fischernetz verfangen hatte. Eine Woche zuvor war im Hafen von Wismar ebenfalls ein Wal gesichtet worden.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 24.03.2026, 20:01, 24.03.2026, 19:57
Jetzt E-Paper lesen