Kuriose Rettung in Tirol

Wanderer verliert Schuh und alarmiert die Bergrettung

Ein Tiroler Wanderer verliert am Berg seinen Schuh – die Bergrettung liefert kurzerhand Ersatz. Am Ende folgt eine Rechnung.
Österreich Heute
15.09.2026, 21:44
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Wer im Karwendelgebirge wandern will, sollte gut vorbereitet sein – vor allem beim Schuhwerk.

Ein Tiroler Alpinist musste dies Ende August auf unangenehme Weise selbst erleben: Auf einem Höhenweg in fast 2.300 Metern Höhe verlor er einen seiner Bergschuhe.

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Der Mann war zwischen der Nördlinger Hütte und dem Solsteinhaus unterwegs, als ihm an der Kuhljochspitze ein Missgeschick passierte. Bei einer kurzen Rast rutschte ihm einer seiner Schuhe in eine steile Rinne und war nicht mehr erreichbar.

Der Versuch, den Schuh zu bergen, war zu gefährlich, und ohne festes Schuhwerk konnte der Wanderer nicht weitergehen. Also alarmierte er die Leitstelle Tirol, die die Bergrettung Seefeld/Reith informierte.

Wie die "TZ" berichtet, organisierten die Bergretter eine ungewöhnliche Rettungsaktion: Da der Polizeihubschrauber am betreffenden Tag im Dauereinsatz war, griff das Team zur bodengebundenen Lösung.

Über das Telefon wurde eine Nachbarin des Mannes erreicht, die ein Paar Ersatzschuhe zum Dorfplatz brachte. Zwei Bergretter holten die Schuhe ab und nutzten die Materialseilbahn zur Nördlinger Hütte, wo der Hüttenwirt extra für sie die Anlage in Betrieb nahm.

Von dort machten sie sich auf den Weg zum Alpinisten, der sich laut Ortsstellenleiter Andreas Wanner mit zwei Socken und einem Stofffetzen um den Fuß behelfen musste.

Unpassendes Schuhwerk sorgt öfter für Einsätze

Falsches oder unzureichendes Schuhwerk ist keine Seltenheit auf Tirols Bergen. Im April  gerieten drei junge Deutsche im Bezirk Reutte in Bergnot, weil sie in Turnschuhen und Jogginghosen auf das Schönjöchl wanderten. Auch hier musste die Bergrettung einschreiten und einen Polizeihubschrauber anfordern, um die Männer sicher ins Tal zu bringen.

Mit den Ersatzschuhen konnte der Tiroler Alpinist gemeinsam mit den Rettern zurück zur Nördlinger Hütte gehen.

Von dort brachte sie die Materialseilbahn ins Tal. „Der Mann war sehr dankbar, er hat einfach nicht gewusst, was er ohne Schuh tun sollte“, schilderte Wanner. Am Ende erhielt der Wanderer jedoch eine Rechnung für den Einsatz.

red,15.09.2026, 21:44