Große Gefühle nach dem Formel-1-Grand-Prix von Mexiko! Kimi Antonelli krönt sich mit Platz drei zum jüngsten Weltmeister der Geschichte. Doch nicht nur der Titelgewinn sorgt beim 20-jährigen Mercedes-Piloten für Tränen. Als bei der Siegerehrung Luciano Pavarottis "Nessun dorma" erklingt, wird der Italiener besonders emotional.
Der Grund geht ans Herz: Das berühmte Musikstück erinnert Antonelli an seinen Großvater. "Das erste Lied war sehr emotional, denn das ist ein Lied, das mein Opa früher immer gehört hat", erzählt der frischgebackene Champion später bei der Pressekonferenz. Als er weitersprechen will, versagt ihm die Stimme.
Antonelli zieht sich seine Kappe vors Gesicht und beginnt zu weinen. Die anwesenden Journalisten reagieren mit spontanem Applaus. Schließlich bringt er unter Tränen hervor: "Ich denke, er wäre sehr stolz." Dann versucht er zu lächeln: "Oh mein Gott, ich habe heute viel zu viel geweint! Aber das ist gut."
Schon während der letzten Rennrunde hatte Antonelli mit seinen Gefühlen gekämpft. Als Renningenieur Peter Bonnington ihm über Funk zum WM-Titel gratuliert, ist zunächst nur Schluchzen zu hören. Nach dem Aussteigen fallen ihm Vater Marco, Mutter Veronica und Schwester Maggie um den Hals. Besonders seinem Vater dankt Antonelli für die jahrelange Unterstützung und die vielen Opfer seiner Familie.
Auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff erlebt einen besonderen Moment. Der Österreicher gesteht, während des Rennens zunächst überhaupt keine Emotionen gespürt zu haben. Erst beim Anblick seines jungen Weltmeisters im Stadion sei es über ihn gekommen. "Da stand er, dieser junge Mann, der gerade auf dominante Art und Weise seine erste WM gewonnen hatte. Das war einfach schön", schwärmt Wolff.