O2 in der Aquakultur

Warum dein Fisch mehr als Wasser braucht

Was hat Sauerstoff mit deinem Fischfilet zu tun? Wir zeigen, wie moderne Fischzucht funktioniert - und welche Rolle Messer Austria dabei spielt.
01.11.2026, 04:00
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Außen knusprig, innen saftig: So mögen viele ihren Fisch. Damit er auf dem Teller gelingt, kommt es auf Zutaten, Temperatur und Timing an. Doch schon lange bevor die Pfanne heiß wird, spielt eine unsichtbare Zutat eine wichtige Rolle: Sauerstoff.

Moment mal - Sauerstoff? Fische leben doch im Wasser! Genau das macht die Sache spannend. Gemeinsam mit Messer Austria werfen wir einen Blick unter die Wasseroberfläche.

Auch Fische müssen atmen

Wir holen Luft, Fische bewegen ihre Kiemen. Beide brauchen Sauerstoff zum Leben. Fische nehmen ihn aus dem Wasser auf, in dem er gelöst ist. Ihre Kiemen ermöglichen den Austausch: Sauerstoff gelangt in den Körper, Kohlendioxid wird abgegeben.

Dabei holen sie sich nicht etwa den Sauerstoff aus den Wassermolekülen. Sie nutzen den zusätzlich im Wasser gelösten Sauerstoff. Ein Becken voller Wasser ist deshalb noch keine Garantie dafür, dass die Tiere ausreichend versorgt sind.

Wie viel Sauerstoff gebraucht wird, ist nicht immer gleich. In der kommerziellen Fischzucht hängt der Bedarf unter anderem von der Fischart, der Anzahl der Tiere und der Wassertemperatur ab. Auch die Fütterung spielt eine Rolle: Danach steigt der Sauerstoffbedarf.

Gerade in intensiv betriebenen Zuchtanlagen kann das, was mit dem Wasser natürlich zufließt, zu wenig sein. Dann braucht es eine zusätzliche Versorgung, die zum Bedarf der Tiere passt.

So kommt der Sauerstoff ins Becken

Hier setzt Messer Austria mit Farmox® an. Die Lösung bringt reinen Sauerstoff dosiert ins Wasser ein. Die Zufuhr lässt sich nach Tageskurven programmieren - etwa, um den höheren Bedarf nach der Fütterung abzudecken.

Vereinfacht gesagt: Die Versorgung wird auf den Tagesablauf im Fischbecken abgestimmt. Wie viel Sauerstoff gebraucht wird und welche Technik dafür geeignet ist, wird für die jeweilige Anlage geplant.

Mit Farmox® setzt Messer Austria auf eine technisch ausgereifte Lösung, die reinen Sauerstoff dosiert und bedarfsgerecht in die Aquakultur einbringt.
Foto: Messer Austria

So funktioniert das Farmox®-System:

Die Sauerstoffeintragstechnologie des Farmox®-Verfahrens richtet sich nach dem Aufbau der jeweiligen Zuchtanlage. Die Messer Experten ermitteln den Sauerstoffbedarf und beraten bei der Wahl zwischen zum Beispiel Tiefschacht, Seitenstromanreicherung, treibenden Aggregaten und Diffusoren zu beraten.

1. Speicherung: Reiner Sauerstoff wird tiefkalt und flüssig in einem isolierten Tank gelagert.

2. Verdampfung: Ein Verdampfer wandelt den flüssigen Sauerstoff in gasförmigen Sauerstoff um.

3. Steuerung: Eine Regel- und Dosiereinheit gibt genau jene Sauerstoffmenge frei, die aktuell benötigt wird.

4. Kontinuierliche Messung: Sensoren überwachen laufend den Sauerstoffgehalt im Wasser.

5. Einbringung: Über Oxycones, keramische Diffusoren oder andere Eintragssysteme wird der Sauerstoff effizient im Wasser gelöst.

6. Automatische Anpassung: Das System reagiert auf Veränderungen wie Wassertemperatur, Fischart, Besatzdichte oder Fütterungszeiten und sorgt so für eine gleichmäßige Sauerstoffversorgung.

Messer Austria liefert dabei alles aus erster Hand: Von der ersten Beratung über die Auslegung der Technik bis zur laufenden Belieferung – ob mit Flaschengas, Flüssigsauerstoff oder einer Vor-Ort-Versorgung.

Sauerstoff in der Aquakultur: Anwendungsbereiche

Eine gezielte Anreicherung der Zuchtanlagen mit reinem Sauerstoff schafft verlässliche und reproduzierbare Bedingungen, besonders bei gestiegenem Sauerstoffbedarf, etwa bei hohen Wassertemperaturen im Sommer sowie direkt nach der Fütterung.

Die Lösung eignet sich für unterschiedlichste Haltungsformen und Zuchtarten:

  • Teichwirtschaft und offene Becken
  • Durchflussanlagen mit kontinuierlichem Wasseraustausch
  • Kreislaufanlagen mit Wasseraufbereitung und Wiederverwendung
  • Hälterung und Transport lebender Fische

Farmox®-Verfahren unterstützt die Gesundheit der Tiere

Laut Messer Austria kann eine bedarfsgerechte Sauerstoffversorgung dazu beitragen, Stress bei den Tieren zu reduzieren und die Futterverwertung zu verbessern. Das Unternehmen nennt außerdem eine bessere Fleischqualität als einen weiteren Vorteil.

Sauerstoff ist damit ein wichtiger Baustein der Aufzucht. Er zeigt auch, wie viel Wissen und Technik hinter einem Lebensmittel stecken können, das für uns ganz selbstverständlich im Einkaufswagen landet.

Während die Umgebungsluft Stickstoff beinhaltet, ist das bei reinem Sauerstoff nicht der Fall. Dadurch werden schädliche Stickstoffeinträge, die der Gesundheit der Fische schaden, von vorneherein vermieden.

Die Farmox®-Methode steuert die Zufuhr nach individuellen Tageskurven. Das macht die Versorgung kalkulierbar und auf den tatsächlichen Bedarf abgestimmt. Dadurch senkt das Verfahren den Stromverbrauch und verringert Betriebskosten. Temperaturbedingte Ausfälle, etwa im Sommer, können durch eine gezielte Sauerstoffzufuhr ebenso vermieden werden.

Fazit: Wenn du das nächste Mal ein Fischfilet in die Pfanne legst, kennst du also schon ein Stück seiner Vorgeschichte: Lange vor Gewürzen und Zitronensaft kommt es darauf an, dass der Fisch im Wasser gut versorgt ist.

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ib, Akt. 01.11.2026, 04:00, 27.10.2026, 09:58
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