Arbeiten, wohnen und selbst entscheiden: Menschen mit Downsyndrom haben Wünsche und Träume wie alle anderen auch. Eine neue Ausstellung im Wien Museum zeigt ihren Alltag, ihre Herausforderungen und was sich dringend ändern muss. Das Besondere: Die Betroffenen haben selbst mitgestaltet.
Wie lebt es sich mit Downsyndrom? Welche Chancen gibt es im Job? Und warum ist ein selbstbestimmtes Leben oft so schwierig? Antworten liefert die neue Ausstellung "Down-Syndrom. Über uns, mit uns" im Wien Museum. Mit Fotos, Videos und persönlichen Geschichten kommen junge Erwachsene selbst zu Wort.
Gleich zu Beginn wird in leichter Sprache erklärt, was hinter Trisomie 21 steckt: Menschen mit Downsyndrom haben das 21. Chromosom dreimal statt zweimal. Drei Socken veranschaulichen die genetische Besonderheit – und sind sogar im Museumsshop erhältlich.
Dass Menschen mit Downsyndrom mitten im Berufsleben stehen können, zeigen Beispiele aus der Schau: Franziska arbeitet in der "konzept", Florian beim SK Rapid, Flora bei Ikea und Holly in einer Montessori-Privatschule.
Doch nicht alle haben diese Chancen. Inklusive Schulen sind rar, die Ausbildung endet oft nach der neunten Schulstufe. Auch beim Wohnen gibt es Hürden: Betreute Wohnplätze sind knapp, viele Erwachsene bleiben deshalb lange bei ihren Eltern.
Die Botschaft der Ausstellung ist klar: Menschen mit Downsyndrom wollen selbst entscheiden, wie sie leben und arbeiten – und dafür faire Chancen bekommen.
Am 12. November findet im Wien Museum von 15 bis 20 Uhr die Infobörse "Talent trifft Chance" statt. Unternehmen wie Ikea, ÖBB und ÖAMTC wollen dabei berufliche Perspektiven aufzeigen.
Alle Infos: Die Ausstellung "Down-Syndrom. Über uns, mit uns" läuft von 22. Oktober 2026 bis 24. Jänner 2027 in der Community Gallery des Wien Museums.