Kurz vor Christkindlmarkt

"Was soll das?" – Riesenstreit um Riesenrad entbrannt

Im Linzer Volksgarten kracht es vor Weihnachten gewaltig: Ein Riesenrad sorgt für Polit-Zoff. Grüne und LinzPlus attackieren – die VP kontert scharf.
Oberösterreich Heute
10.11.2025, 16:18
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In Linz ist ein handfester Polit-Streit rund um den Weihnachtsmarkt im Volksgarten ausgebrochen – und das noch vor dem ersten Punsch. Anlass: das Riesenrad – heuer mitten am Rad- und Fußweg platziert. Während die Grünen und LinzPlus Alarm schlagen, kontert die Volkspartei scharf.

Stadträtin Eva Schobesberger (Grüne) zeigt sich auf Social Media "richtig grantig": "Im Volksgarten wird gerade der Weihnachtsmarkt aufgebaut. Leider teilweise wieder so, dass unser Volksgarten in Mitleidenschaft gezogen wird." Vereinbarungen zum Schutz der Grünanlage würden nicht eingehalten.

Riesenrad-Position "respektlos"

Sie erinnert an einen Kompromiss aus dem Vorjahr und fragt sich, warum dieser heuer offenbar ignoriert wurde. Sie schlägt vor, die Stände künftig in die neue Fußgängerzone vor dem Volksgarten zu verlegen: "Das 'Reinziehen' des Marktes in die Landstraße würde auch dort für zusätzliches Leben sorgen."

Auch LinzPlus kritisiert die aktuelle Situation – und vor allem die Position einer Attraktion – scharf: "Diesmal wurde das Riesenrad für den Weihnachtsmarkt im Volksgarten einfach auf den wichtigen Fuß- und Radweg gesetzt", so Brita Piovesan. "Bitte, was soll das? Wie kommt man auf diese blöde Idee?"

Sie bezeichnet die Entscheidung als "respektlos" und warnt vor gefährlichen Umwegen für Radfahrer. "Diese Sperre gefährdet zehntausende Radfahrer:innen, besonders jetzt im Winter." Für sie ist klar: "Rad- und Fußwege sind keine Reserveflächen für Kommerz und Geldmacherei."

"Künstlich erzeugte Scheindebatte"

Ganz anders sieht das die Linzer Volkspartei. VP-Geschäftsführer Michael Obrovsky spricht von einer "künstlich erzeugten Scheindebatte", die nur den "Weihnachtsfrieden stören" würde: "Jedes Jahr suchen die Grünen neue Gründe, um den Linzer Weihnachtsmarkt schlecht zu machen", so Obrovsky.

Er erinnert daran, dass der Christkindlmarkt seit 1956 ein fixer Bestandteil der Linzer Vorweihnachtszeit sei: "Generationen von Linzerinnen und Linzern verbinden mit diesem Markt schöne Erinnerungen." Er appelliert: "Der Weihnachtsmarkt ist kein Ort für ideologische Spielchen."

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 10.11.2025, 16:20, 10.11.2025, 16:18
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