Angriff auf Nationalgarde

Washington-Attentat: Verdächtiger arbeitete für CIA

Das Motiv für die Schüsse auf zwei Soldaten der Nationalgarde in der US-Hauptstadt Washington liegt noch im Dunkeln – nun gibt es aber neue Details.
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28.11.2025, 09:27
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Nach den Schüssen auf zwei Soldaten der Nationalgarde in der US-Hauptstadt Washington liegt das Motiv des Tatverdächtigen noch im Dunkeln. Wichtige Details aus dem Leben des afghanischen Staatsbürgers sind aber schon bekannt. Ein Überblick:

Wer ist der Mann?

Er heißt Rahmanullah L., ist 29 Jahre alt und kam 2021 nach der Machtübernahme der Taliban aus seiner Heimat Afghanistan in die USA. Seine frühere Vermieterin Kristina Widman berichtete, der Mann habe rund 130 Kilometer nördlich von Seattle in Bellingham im Westküstenstaat Washington zusammen mit seiner Frau und fünf Kindern gelebt. Er fuhr quer durchs ganze Land, um die Schüsse in der Hauptstadt Washington abzugeben.

Wie kam er in die USA?

Durch die sogenannte Operation Allies Welcome, durch die Afghaninnen und Afghanen nach dem Rückzug des US-Militärs aus ihrem Heimatland in den USA Asyl erhielten. Rund 76.000 Menschen wurden durch dieses Programm in die USA geholt, von denen viele als Dolmetscher und Übersetzer für die Amerikaner gearbeitet hatten. Laut der Organisation #AfghanEvac beantragte L. unter Ex-Präsident Joe Biden Asyl, erhielt den positiven Bescheid aber unter dessen Nachfolger Donald Trump.

Wie qualifizierte der Verdächtige sich für das Programm?

CIA-Direktor John Ratcliffe sagte, der Mann habe vor seiner Einreise in die USA in Afghanistan mit dem Auslandsgeheimdienst CIA zusammengearbeitet. Er habe "einer Partnertruppe" in Kandahar angehört. Ratcliffe machte keine konkreten Angaben dazu, welcher Tätigkeit der Verdächtige nachging.

Ein ehemaliges Mitglied der sogenannten Zero Units, einer paramilitärischen Truppe innerhalb der afghanischen Armee, sagte, der Verdächtige habe dort eine Gruppe von Soldaten angeführt, sein Bruder einen ganzen Zug. Auch ein Mann, der sich als Cousin des Verdächtigen zu erkennen gab, sagte der AP, dass der mutmaßliche Schütze den Zero Units angehört habe und ursprünglich aus der Provinz Chost stammte.

Die Zero Units wurden von Afghanen befehligt, hatten aber Unterstützung von der CIA und kämpften auch gemeinsam mit paramilitärischen CIA-Offizieren. Den Einheiten wurden Menschenrechtsverstöße nachgesagt, sie spielten aber auch eine wichtige Rolle bei der Bewachung des Flughafens von Kabul, als die USA und andere Länder nach dem Vormarsch der Taliban ihre Staatsbürger von dort in Sicherheit brachten.

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