Die Vorbereitung auf die neue Ski-Saison läuft bei den ÖSV-Stars auf Hochtouren. Riesentorlauf-Spezialistin Julia Scheib setzte im Trainingslager in Südamerika allerdings überraschend ausschließlich auf die Speed-Disziplinen.
"Im Vorjahr hatte ich insgesamt zwei Super-G-Trainingstage in Ushuaia in den Beinen, heuer habe ich die Riesentorlauf-Ski gar nicht erst ausgepackt und nur Super-G und Abfahrt trainiert", erzählt die 28-Jährige der "Kleinen Zeitung".
Einen dauerhaften Wechsel zur Abfahrt plant Scheib deshalb aber nicht. Weltcup-Abfahrten stehen für die Österreicherin weiterhin nicht auf dem Programm. Bei Speed-Wochenenden möchte sie jedoch zumindest das eine oder andere Abfahrtstraining absolvieren.
Anders sieht es im Super-G aus. Dort will Scheib in der kommenden Saison bei allen Weltcup-Rennen an den Start gehen und sich damit neben dem Riesentorlauf ein zweites Standbein aufbauen.
In ihrer Paradedisziplin geht die ÖSV-Läuferin als amtierende Gewinnerin des Riesentorlauf-Weltcups in den Winter. In der vergangenen Saison setzte sie sich vor der Schweizerin Camille Rast und der Schwedin Sara Hector durch und feierte insgesamt fünf Siege.
Auch körperlich und mental fühlt sich Scheib für die neue Saison bestens vorbereitet. "Ich habe früher immer eine Woche gebraucht, bis alles gepasst hat. Heuer war es vom Gefühl her gleich am ersten Tag so wie beim Finale in Norwegen", berichtet sie. Der erste Ernstfall wartet bereits am 24. Oktober. Dann startet der Frauen-Weltcup traditionell mit dem Riesentorlauf in Sölden.