Der Israeli Lidan H. macht gerade mit seiner Frau und seinen Kindern einen mehrwöchigen Österreich-Urlaub. Die Familie reist quer durch Salzburg und Tirol. Dabei durfte auch ein Ausflug zum Großglockner nicht fehlen.
Nach dem Besuch am höchsten Berg des Landes fuhr die Familie ins Gasteinertal. Da es zu diesem Zeitpunkt bereits 19.30 Uhr war, bekamen die Kinder Hunger. Zunächst fanden die Touristen allerdings kein Restaurant oder Gasthaus, wo sie zum Abendessen einkehren konnten.
Die Suche hatte dann in Bad Hofgastein ein Ende, dort fand man einen Imbiss. Als die Familie dort Essen bestellte, begann die Situation aber "immer komischer" zu werden, wie der Familienvater gegenüber der "Krone" sagte. Der Imbiss-Chef mit muslimischen Wurzeln habe die Familie gefragt, woher sie kommen.
Als die Familie sagte, dass sie aus Israel stamme, sei es zum Eklat gekommen. "Für euch wird das heute nichts", soll der Imbiss-Chef gesagt haben. Danach habe er den bestellten Burger vom Grill genommen und in den Müll geworfen – "wegen Gaza", soll der Mann seine Aktion begründet haben.
H. wollte vor seinen Kindern keinen Streit anfangen und fuhr mit seiner Familie davon. Ganz auf sich beruhen lassen wollte er die Angelegenheit allerdings nicht. So beschwerte sich der Israeli bei der Bezirkshauptmannschaft. Diese hätte nun "ein Verwaltungsstrafverfahren eingeleitet". Des Weiteren habe man dem Familienvater empfohlen, sich bei der Gleichbehandlungsanwaltschaft zu melden.
Und was sagt der Beschuldigte? Auf Anfrage der "Krone" wollte sich dem Imbiss-Chef nicht genauer zu den Vorwürfen äußern. "Alles Blödsinn", so sein kurzer Kommentar zu dem mutmaßlichen Eklat.