Ein feuchtfröhlicher Abend im O-Klub in der Wiener City nahm für einen Niederösterreicher (36) Montagfrüh gegen 1 Uhr ein blutiges Ende. "Ich bin raus aus dem Klub und wollte mir was zu essen holen", so Robert M. (Name geändert) zu "Heute".
Dabei sei er von einer Gruppe junger Männer beobachtet worden. "Sie sind auf der anderen Straßenseite beim Kärntner Ring gestanden. Einer ist herübergekommen und hat gemeint, ich soll ihm meine Uhr geben."
Die Verdächtigen sollen zwischen 17 und 21 Jahre alt und aus dem arabischen Raum gewesen sein. "Es waren vermutlich Afghanen, Syrer und ein Tunesier", berichtet der 36-Jährige. "Ich hatte eine Breitling Superocean am Handgelenk. Das haben sie gesehen. Einer hat gleich gesagt: 'gib Uhr'." Der Luxus-Zeitmesser ist rund 10.000 Euro wert.
Doch der Niederösterreicher setzte sich zur Wehr. "Plötzlich sind sechs Typen um mich herum gestanden und haben auf mich eingetreten. Es gab auch einen Faustschlagwechsel." Robert M. flüchtete mit blutiger Nase.
"Ich habe von hinten noch ein paar Schläge kassiert. Ich wurde an der Nase und auch an der Hüfte verletzt. Mein Oberschenkel ist ganz blau. Das Ganze dauerte nur zwei Minuten. Ich bin dann davongerannt", erzählt er. In der Nähe eines Imbiss-Stands am Kärntner Ring ließen die Verfolger von ihm ab. Robert M. konnte seine teure Uhr zum Glück retten.
Der Unternehmer aus dem Wiener Umland setzte sich ins Taxi und fuhr sofort nach Hause, versorgte dort seine Verletzungen. Noch am Nationalfeiertag wollte er bei der Polizei Anzeige erstatten. Der vermeintliche Vorfall wurde aber schon zuvor auf Instagram öffentlich gemacht.
Unterstützung kam vom ehemaligen FPÖ-Nationalrat Christian Höbart. "Die Polizei versucht ihr Bestes, ist aber oftmals machtlos", meint Höbart.
Erst in der Nacht auf Sonntag gab es eine Prügelei am Schwedenplatz in der Wiener City – dabei sollen sogar Schüsse aus einer Schreckschusspistole gefallen sein, wir berichteten.