"War extrem gefährlich"

Weihnachtsschwimmen trotz Sturm – zwei Vermisste

Ein Weihnachtsschwimmen in England endet tragisch: Trotz Wetterwarnungen wagten sich etliche Leute ins Meer – jetzt fehlt von zwei Männern jede Spur.
26.12.2025, 21:36
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Das traditionelle Schwimmen zu Weihnachten fand heuer unter besonders gefährlichen Bedingungen statt. Zwei Männer im Alter von etwa 40 und 60 Jahren wurden von den tosenden Wellen ins offene Meer gezogen. Seit Donnerstagfrüh laufen die Suchaktionen – bislang jedoch ohne Erfolg.

Wie die britische Zeitung "Daily Mail" berichtet, fegten am Donnerstagfrüh Böen mit über 100 km/h über die Küste. Die Wellen waren meterhoch. Mehrere Teilnehmer wurden dabei unter Wasser gedrückt und mussten von anderen Schwimmern oder Helfern ans Ufer gebracht werden.

"Es gibt keine Kontrollen"

Die Vermissten sind laut Medienberichten ein Mann in den Vierzigern und einer in den Sechzigern. Viele Anrainer sind verärgert, dass das Schwimmen überhaupt trotz Sturm stattfand. Das Weihnachtsschwimmen gilt zwar als Tradition, ist aber kein offiziell organisiertes Event. Zwar sind meist Rettungsschwimmer vor Ort, doch das Risiko liegt bei jedem selbst.

Ein Bewohner schildert: "Beim Boxing-Day-Schwimmen gibt es keinerlei Kontrollen – es ist offen für alle: jedes Alter, jede Fitness, betrunken oder nüchtern, mit oder ohne bekannte gesundheitliche Probleme. Man weiß es nicht – die Leute tauchen einfach auf und rennen ins Wasser." Eine erfahrene Schwimmerin sagte der Daily Mail: "Das Meer bei Budleigh war heute extrem gefährlich – mit hohen Wellen und starken Strömungen. Niemand hätte dort schwimmen sollen."

Auch BBC-Reporter Phillip Stoneman, der schon öfter dabei war, bestätigt die gefährliche Situation: "Schon bei unserer Ankunft war klar, dass das Meer so wild war wie selten zuvor und dass jeder, der hineinging, extrem vorsichtig hätte sein müssen. Die Wellen rissen einige Menschen beim Verlassen des Wassers von den Beinen, andere Schwimmer halfen ihnen heraus."

Polizei warnt: "Bleibt dem Meer fern"

Die Polizei von Devon und Cornwall appelliert eindringlich an alle, die zu Weihnachten schwimmen gehen wollen: Haltet Abstand vom Meer! "Diese Woche galten Wetterwarnungen, und mehrere offizielle wie inoffizielle Schwimmveranstaltungen wurden bereits abgesagt", so Detective Superintendent Hayley Costar.

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