"Kostet mich Geld"

Weil ein Gast fehlte – Wirt verrechnet gnadenlos Gebühr

Ein Wirtshausbesuch in OÖ sorgte für Ärger: Weil bei einer Reservierung eine Person fehlte, kassierte der Wirt trotz Konsumation eine Gebühr.
Newsdesk Heute
11.01.2026, 20:30
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Was als gemütliches Mittagessen geplant war, endete für einen Oberösterreicher mit bösem Beigeschmack: Nach einem Besuch in einem Wirtshaus in Pupping fühlte sich Thomas Sch. regelrecht zur Kasse gebeten – obwohl er und seine Freunde ganz normal gegessen und bezahlt hatten.

Der Ärger begann mit einer Tischreservierung für neun Personen am vergangenen Donnerstag um 12 Uhr im Gasthaus "Zum Donauwirt". Am Ende erschienen jedoch nur acht Gäste, weil kurzfristig jemand erkrankte. Für Thomas Sch. hatte das dennoch finanzielle Folgen: Auf der Rechnung tauchte plötzlich eine zusätzliche Position auf – 20 Euro Stornogebühr für einen nicht erschienenen Gast, wie die "Krone" berichtet.

"Wir haben ein langes SMS vom Gasthaus mit der Überschrift ,Wir freuen uns auf Ihren Besuch! – Vielen Dank für Ihre Reservierung!‘ erhalten, was naturgemäß niemand vollständig liest", schildert der Mann gegenüber der "Krone". Und weiter: "Weil kurzfristig eine Person krank geworden ist, waren wir dann nur zu acht im Lokal. Nachdem wir gegessen und getrunken hatten, haben wir auf drei Rechnungen insgesamt etwa 300 Euro mit einem Trinkgeld von rund zehn Euro bezahlt. Bei der Kontrolle der Rechnungen ist uns dann aufgefallen, dass uns der Lokalbetreiber ohne etwas zu sagen ,1 Stück – No-Show – 20,00 Euro‘ verrechnet hatte."

Der Unmut sitzt tief, auch Tage später ist Sch. noch verärgert über das Vorgehen des Wirtes. Gleichzeitig räumt er ein, dass die Regelung nicht verborgen war: Sowohl auf der Website des Lokals als auch in der Reservierungs-SMS werde klar darauf hingewiesen, dass eine kostenlose Stornierung nur bis 24 Stunden vor dem Termin möglich sei. Danach würden – abhängig vom Zeitpunkt – 15 bis 20 Euro pro fehlender Person verrechnet.

"Jede Person, die nicht erscheint, kostet mich Geld"

Doch wie rechtfertigt sich der Wirt selbst, der nun öffentlich in der Kritik steht? "Seine Frau hat bei mir reserviert. Ich hab’ sie am Telefon darauf hingewiesen, dass wir eine Stornogebühr haben. Jede Person, die nicht erscheint, kostet mich Geld, weil ich den reservierten Platz ja frei halten muss", erklärt Donauwirt Ronald Pilz im "Krone"-Gespräch.

Der Gastronom betont, dass er diese Praxis seit Jahresbeginn strikt umsetzt. Er sei dabei "da ganz rigoros" – "weil’s mit den Reservierungen, wo dann keiner kommt, einfach zu viel geworden ist". Wäre eine kurzfristige Absage erfolgt, hätte es laut Pilz jedoch keine Probleme gegeben: Ein Anruf am Vorabend oder am Morgen hätte gereicht.

{title && {title} } red, {title && {title} } 11.01.2026, 20:30
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