8 Monate altes Baby

Weil er weinte – Mutter tötet Sohn mit Fernbedienung

Weil ihr Baby nicht aufhörte zu weinen, schlug eine Mutter mit einer Fernbedienung zu. Der Bub starb vier Tage später. Jetzt fiel das Urteil.
21.10.2026, 12:07
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Ein furchtbarer Fall von Kindesmisshandlung beschäftigt die Justiz in Südkorea. Weil ihr acht Monate alter Sohn immer wieder weinte, schlug eine Mutter mit einer Fernsehfernbedienung mehrmals auf seinen Kopf. Das Baby erlitt schwerste Verletzungen und starb vier Tage später.

Jetzt wurde die Frau in erster Instanz zu zwölf Jahren Gefängnis verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte sogar lebenslange Haft gefordert.

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Besonders erschütternd: Obwohl Ärzte eine weiterführende Behandlung des Kindes empfohlen hatten, brachte die Mutter ihren schwer verletzten Sohn zunächst wieder nach Hause.

Mutter schlägt mit Fernbedienung zu

Die Tat ereignete sich am 10. April 2026 in einem Wohnhaus in Siheung, einer Stadt in der südkoreanischen Provinz Gyeonggi. Der erst acht Monate alte Bub weinte und war unruhig. Seine Mutter, eine Frau in ihren Dreißigern, verlor daraufhin die Beherrschung.

Nach den Feststellungen des Gerichts schlug sie dem Säugling mehrmals mit einer Fernsehfernbedienung auf den Kopf. Die Folgen waren schwerwiegend.Das Kind erlitt massive Verletzungen am Schädel. Vier Tage nach der Misshandlung starb der Bub.

Ärzte rieten zu weiterer Behandlung

Nach der Tat brachte die Frau ihren heftig weinenden Sohn zunächst in eine nahe gelegene Kinderklinik. Dort wurde ihr nach den vorliegenden Gerichtsangaben eine weitere medizinische Versorgung empfohlen. Doch statt das Kind stationär behandeln zu lassen, nahm die Mutter ihren Sohn wieder mit nach Hause.

Später soll sie auch eine Einweisung in ein Allgemeinkrankenhaus in Bucheon abgelehnt haben. Erst als sich der Gesundheitszustand des Babys weiter verschlechterte, wurde es drei Tage nach der Misshandlung in die Notaufnahme dieses Krankenhauses gebracht. Am darauffolgenden Tag starb der kleine Bub.

Gericht verhängt zwölf Jahre Haft

Am Donnerstag (15. Oktober) fiel am Bezirksgericht Suwon, Zweigstelle Ansan, das Urteil. Die zuständige Strafkammer unter dem Vorsitz von Richterin Park Ji-young verurteilte die Mutter wegen Kindesmisshandlung mit Todesfolge zu zwölf Jahren Freiheitsstrafe. Zusätzlich muss die Frau 80 Stunden an einem Behandlungsprogramm gegen Kindesmisshandlung teilnehmen.

Wie die südkoreanische Zeitung "Hankook Ilbo" berichtet, betonte das Gericht die besondere Verantwortung der Mutter für den Schutz ihres Kindes. Ein Mensch, der für die Sicherheit und Erziehung eines Babys verantwortlich sei, habe dessen Leben durch schwere Gewalt zerstört. Deshalb sei eine empfindliche Strafe unvermeidlich.

Darum gab es kein Mord-Urteil

Bei der rechtlichen Beurteilung gab es allerdings einen entscheidenden Unterschied zwischen Anklage und Urteil. Die Staatsanwaltschaft hatte der Mutter vorgeworfen, ihren Sohn durch Kindesmisshandlung ermordet zu haben und deshalb eine lebenslange Freiheitsstrafe gefordert.

Das Gericht sah zwar die tödliche Misshandlung als erwiesen an, konnte einen entsprechenden Tötungsvorsatz aber nicht mit der erforderlichen Sicherheit feststellen. Die Richter berücksichtigten dabei, dass die Frau nach der Tat zumindest eine Kinderklinik aufgesucht und das Kind später erneut medizinisch versorgen lassen hatte.

Daraus folgerte das Gericht, dass die verzögerte Behandlung nicht zweifelsfrei als gezielter Versuch gewertet werden könne, den Tod des Babys herbeizuführen. Die Frau wurde deshalb vom Mordvorwurf freigesprochen, jedoch wegen der Misshandlung mit Todesfolge schuldig gesprochen.

Trotz dieser juristischen Unterscheidung fand das Gericht deutliche Worte: Die schweren Schädelverletzungen und die Gewalt gegen einen völlig wehrlosen Säugling seien bereits sehr nahe an einem vorsätzlichen Tötungsdelikt.

red, 21.10.2026, 12:07
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