Ein tragischer Unfall erschüttert die steirische Gemeinde St. Stefan ob Stainz. Ein 25-Jähriger wurde am Samstagabend auf dem Heimweg von einem Auto erfasst. Am Montag erlag er im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Nun werden weitere Details zu dem Unglück bekannt, über die die "Krone" berichtet.
Der junge Mann arbeitete als Verkäufer in Graz und pendelte mit dem Bus. Nach seiner Schicht am Samstag fuhr er zurück nach Stainz. Von dort dürfte es laut ersten Ermittlungen keine Busverbindung mehr in seinen Heimatort gegeben haben. Deshalb machte sich der 25-Jährige offenbar zu Fuß auf den Weg zu seinen Eltern, bei denen er wohnte.
Gegen 19.30 Uhr fuhr eine 21-Jährige aus dem Bezirk Deutschlandsberg auf der L314 bei Lemsitz. Die Straße verläuft dort gerade, ist nicht beleuchtet und es gilt Tempo 100. In der Dunkelheit dürfte die Lenkerin den Fußgänger übersehen haben. Sie bemerkte lediglich einen "Pumperer", den sie zunächst nicht zuordnen konnte.
Die Frau stoppte sofort und fand den 25-Jährigen bewusstlos am Straßenrand. Durch den Aufprall war er in den Graben geschleudert worden. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn ins LKH Graz, wo er zwei Tage später verstarb.
Der Verstorbene war der Sohn eines örtlichen ÖVP-Gemeinderats. Auch Bürgermeister Stephan Oswald (ÖVP) war mit seinen Feuerwehrkollegen an der Unfallstelle im Einsatz. "Leider konnte man dem jungen Mann aber nicht mehr helfen. Er wurde zwar noch ins LKH nach Graz geflogen, ist dort aber am Montag verstorben", erzählt er der "Steirerkrone".
In der rund 3.600 Einwohner zählenden Gemeinde herrscht tiefe Betroffenheit. Oswald sprach den Eltern sein Beileid aus. "Im Ort herrschen Schock und Trauer", sagt er. "Es ist einfach furchtbar, alle fühlen mit den beiden mit."