Bio-Zertifizierung

Weingut in 5. Generation – das hat Jungwinzerin vor

Über 100 Jahre gibt es im Traisental die gemischte Landwirtschaft der Familie Preiß. Jetzt ist Jungwinzerin Viktoria Preiß an der Reihe.
Olivia  Brandstetter
16.02.2026, 05:30
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Grüner Veltliner, Riesling, Zweigelt: Die "Weinkultur Preiß" in Theyern (Bezirk St. Pölten, ) ist schon in fünfter Generation und bietet neben Wein auch alkoholfreie Alternativen. Jungwinzerin Viktoria Preiß (33) leitet den Weinbau-Teil des Familienunternehmens mit ihrem Partner Klaus Wiebogen weiter. Seit dem Jahr 1953 bewirtschaftet die Familie auch die komplette Ried Brunndoppel.

Viktoria Preiß habe internationale Branchenerfahrung. Im "Heute"-Gespräch erzählt sie von ihrer Zeit bei "Hunter's Wines" in Neuseeland. Dort habe sie bei der Weinlese im Weinkeller mitgearbeitet. Außerdem habe sie ein Praktikum bei einem Südtiroler Weingut gemacht.

Familienunternehmen im Wandel

Ihr Vater Friedrich Preiß leitete beide Sparten – Obst- und Weinbau. Im Jahr 2014 ist Viktoria Preiß in das Geschäft langsam eingestiegen. "Das war eher ein fließender Übergang", so die Jungwinzerin im "Heute"-Gespräch, wann sie das Weingut übernommen hat. Dann seien immer mehr Aufgaben in ihren Verantwortungsbereich gefallen.

Jungwinzerin Viktoria Preiß und ihr Bruder Maximilian teilten sich die Bereiche der gemischten Landwirtschaft in den letzten Jahren auf. Ihr Vater habe den Betrieb aufgebaut und er sei weiter gewachsen. "Beide sind sehr komplexe Materien", so Viktoria Preiß zum Obst- und Weinbau im "Heute"-Gespräch. Sie ist Winzerin, ihr Bruder Obstbauer.

Jeder könne sein Spezialgebiet weiterentwickeln und den Betrieb so weiterbringen. "Trotzdem arbeiten wir ganz eng zusammen", erklärt sie. Jeder habe Verantwortung, aber auch die Expertise und Unterstützung von dem jeweils anderen.

Viktoria und ihr Partner Klaus Wiebogen haben das Familienweingut einer Modernisierung unterzogen. Der Weinbau hat die Bio-Zertifizierung erhalten – ein großer Meilenstein wie die Jungwinzerin im "Heute"-Gespräch verrät. Für die zwei sei die Bio-Zertifizierung eine Selbstverständlichkeit – es sollen Lebensräume für Nützlinge geschaffen werden, welche die Naturkreisläufe begreifen und ihre Balance bewahren. Seit letztem Jahr ist das Bio-Zertifikat auf dem Design der Etiketten zu sehen.

Mikrofossil im Traisental

Auf dem Etikettendesign ist auch der Kammerling, ein Mikrofossil, zu sehen – diese sind in den Traisental-Böden zu finden. Das Weingut widmete dem Kammerling auch eine eigene Produktlinie: unter anderem der Grüne Veltliner Kammerling, der Riesling Kammerling, der Sauvignon Blanc Kammerling.

Viktoria Preiß und ihr Partner Klaus Wiebogen teilen sich die Aufgaben im Weinbau. Viktoria betreut die Vinifizierung im Keller und die Vermarktung, Klaus Wiebogen übernimmt die Leitung der Weingarten-Arbeiten.
katjapreiss

"Wir wollten den Bezug unserer Weine zu ihren Böden und ihrer Herkunft 'Traisental' unterstreichen", so die Jungwinzerin zur eigenen Produktlinie des Kammerlings.

Auch alkoholfrei

Entalkoholisierten Wein bietet die Jungwinzerin nicht an. "Es würde nicht zu uns passen, entalkoholisierten Wein zu machen", so Preiß im "Heute"-Gespräch. Auf ihrem Weingut wird einem Produkt kein Element weggenommen, sondern auf eine alkoholfreie Alternative gesetzt: Rosella. Das ist ein Schaumwein auf Basis von Traubensaft und Blütentee. Das Unternehmen sei seit über 30 Jahren auf Fruchtsäfte spezialisiert.

Ein Produkt soll nicht unter hohem Energieaufwand entalkoholisiert, sondern das Basisprodukt weiterveredelt werden, erklärt die Jungwinzerin im "Heute"-Gespräch. Zwei von 13 Hektar Weingartenfläche sind von den alkoholfreien Trauben belegt.

Große Ziele

"Eine unserer großen Visionen ist es, unser Weingut noch internationaler auszurichten", so die Jungwinzerin. Trotzdem wolle sie ein kleiner, feiner Betrieb mit hochqualitativen Weinen bleiben.

{title && {title} } bro, {title && {title} } 16.02.2026, 05:30
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