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Wende in Weißmann-Causa – ORF stellt Mitarbeiterin frei

Neue Wende im Fall Weißmann: Der ORF hat jene Mitarbeiterin vorläufig freigestellt, die schwere Vorwürfe gegen den Ex-Chef erhoben hatte.
13.10.2026, 14:22
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Die Affäre um den Rücktritt von Ex-ORF-Chef Roland Weißmann zieht weitere Konsequenzen nach sich. Diesmal steht jene Mitarbeiterin im Mittelpunkt, die Anfang März schwere Vorwürfe gegen ihn erhoben hatte. Wie der "Standard" berichtet, hat der ORF die Frau nun vorläufig vom Dienst freigestellt.

Ihre Anwältin Alexia Stuefer bestätigte eine "widerrufliche Dienstfreistellung". Begründet worden sei diese mit "einem Bericht aus einem laufenden Ermittlungsverfahren". Hintergrund ist ein Zwischenbericht der Wiener Polizei zu Ermittlungen gegen die Mitarbeiterin.

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Anwältin übt Kritik

Stuefer kritisiert die mediale Verbreitung von Auszügen aus dem Polizeibericht und sieht die Persönlichkeitsrechte ihrer Mandantin verletzt. Sie betont: "Unsere Mandantin ist seit Jahren eine loyale und pflichtbewusste Mitarbeiterin und steht der Arbeitgeberin – wie bisher – zur Verfügung."

Die Frau habe vom ORF keine Erlaubnis erhalten, sich inhaltlich zu äußern. Der Sender verweist auf laufende Verfahren und kündigt an, neue Informationen und Beweise rechtlich zu prüfen.

Weißmann trat im März zurück

Anfang März hatte ein Anwalt der Mitarbeiterin den ORF-Gremien Chats, Bilder und Telefonmitschnitte vorgelegt und Weißmann sexuelle Belästigung vorgeworfen. Dieser bestritt die Anschuldigungen. Die Frau forderte seinen Rücktritt, andernfalls sollte das Material veröffentlicht werden.

Am 8. März trat Weißmann zurück. Eine Compliance-Untersuchung konnte den Belästigungsvorwurf anhand der damals vorliegenden Unterlagen nicht zweifelsfrei feststellen. Der ORF kündigte ihm dennoch wegen des "Anscheins unangemessenen Verhaltens".

Weißmann geht seither arbeitsrechtlich gegen den ORF vor. Zudem erhob er bei der Staatsanwaltschaft Wien Vorwürfe wegen Erpressung und rechtswidriger Verwendung von Telefonaufzeichnungen. Die Ermittlungen dazu laufen.

red, Akt. 13.10.2026, 14:23, 13.10.2026, 14:22