Am Rande der großen Polizeiausmusterung in Krumpendorf am Wörthersee, bei der über 180 Polizistinnen und Polizisten in den Dienst aufgenommen wurden, fanden Gespräche zwischen Innenminister Gerhard Karner und der Kärntner Regierungsspitze statt. Schwerpunkt waren Kärntner Sicherheitsthemen.
Ein konkretes Ergebnis dieser Gespräche ist der gemeinsame Beschluss, die provisorisch aufgestellten Zelte in Thörl-Maglern abzubauen. Das ist möglich, weil die in den vergangenen Jahren gesetzten Maßnahmen zur Bekämpfung der illegalen Migration und der organisierten Schlepperkriminalität nachhaltig Wirkung zeigen.
Seit Jahresbeginn gab es in Kärnten nur noch rund 90 Asylanträge. Dieser Rückgang hat sich auch im ersten Halbjahr 2026 stetig fortgesetzt.
"Die illegale Migration konnte zuletzt massiv zurückgedrängt werden. Das ermöglicht deutliche Einsparungen im Asylbereich", so Innenminister Gerhard Karner, der dem Land Kärnten für die gute Zusammenarbeit dankt.
Auch Kärntens Landeshauptmann Daniel Fellner begrüßt die Maßnahme: "Die Zelte und die provisorische Infrastruktur waren in Zeiten notwendig, als viele Flüchtige über die Grenze nach Kärnten kamen. Die Situation hat sich Schritt für Schritt entspannt, weshalb wir in diesem Bereich erhebliche Einsparungen treffen können".
Ebenfalls Gesprächsthema war die Umsetzung der 2025 unterzeichneten Sicherheitsvereinbarung für Kärnten. Besonders die Neuerrichtung der Flugeinsatzstelle (FESt) am Gelände des Flughafens Klagenfurt sowie die Einrichtung eines Einsatztrainingszentrums sind Hauptanliegen. Der Innenminister bestätigte, dass das Ministerium an beiden Projekten intensiv arbeite.
"Es ist wichtig, dass wir hier schnell ins Tun kommen", betont Landeshauptmann Fellner. Landeshauptmann-Stellvertreter Gruber setzt sich ebenfalls für eine rasche Umsetzung beider Projekte ein: "Ich bedanke mich beim Minister für die Bereitschaft, diese beiden für Kärnten wichtigen Projekte trotz Sparkurs auf Bundesebene in Angriff zu nehmen."
Besprochen wurde auch der aktuelle Stand des flächendeckenden Ausbaus des Digitalfunks für die Kärntner Einsatzorganisationen. Derzeit laufen im Rahmen der Ausschreibung die finalen Verhandlungen mit dem Bieterkonsortium – das Projekt sei auf einem sehr guten Weg, wie man betont.
Auch der geplante Zuwachs für die Kärntner Polizei war Thema. Der Innenminister gab bekannt, dass es für die September-Aufnahme schon über 420 Bewerberinnen und Bewerber gibt. Eine Bewerbung ist aber für spätere Aufnahmetermine nach wie vor möglich – denn es gilt weiterhin das Ziel, pensionsbedingte Abgänge bei der Polizei nachzubesetzen. In Kärnten kann der Personalstand derzeit sogar aufgestockt werden.