"Die Haube für immer" prangt in großen Lettern auf der Website des Textilproduzenten. Man stehe seit fast 70 Jahren für hochwertige Kopfbedeckungen – "aus Österreich, für die Welt", heißt es in dem Text.
Was als kleine Strickerei begann, habe sich laut Eisbär über Generationen hinweg zur Marke des Wintersports entwickelt. "Bekannt geworden durch Skistars, gewachsen durch Handwerk, getragen von Menschen, die draußen aktiv sind."
Nun lässt das Unternehmen aber mit traurigen Neuigkeiten aufhorchen: Die Fertigung in Feldkirchen an der Donau (Bezirk Urfahr-Umgebung) wird mit Jahresende eingestellt und auch die Zentrale geschlossen. Die Belegschaft wurde vergangene Woche informiert, berichten die "OÖN".
Warum dieser drastische Schritt? "Es kommen mehrere Gründe zusammen: Die Bedingungen für Textilproduktion in Mitteleuropa haben sich in den vergangenen Jahren grundlegend verschlechtert", wird Thorsten Grönlund, seit Ende Juni Geschäftsführer, zitiert.
Er verweist auf gestiegene Lohnnebenkosten sowie Aufwendungen für Infrastruktur und Energie. Dazu komme globaler Preis- und Wettbewerbsdruck. Darüber hinaus sei der Mietvertrag in Feldkirchen nicht verlängert worden.
Mit dem Aus geht ein Stellenabbau einher: 14 Beschäftigte verlieren ihre Jobs, in Summe sind für Eisbär 50 Mitarbeiter tätig. Betroffene seien persönlich informiert worden, sagt Grönlund. "Dieser Schritt ist schmerzhaft, aber unumgänglich. Wir werden uns bemühen, für sämtliche betroffenen Mitarbeiter individuelle und sozial verträgliche Lösungen zu finden."
Die Firma wird künftig im Ausland produzieren: Hauben, Stirnbänder, Schals, Pullover und T-Shirts entstehen künftig in Polen und China, so Grönlund. "Uns geht es darum, Eisbär zukunftsfit aufzustellen", sagt der Firmenchef. Gelingen soll das u.a. mit der "Rolle als Ganzjahresanbieter, nicht nur im Wintersport".
Seine Zentrale will der Textilhersteller in Oberösterreich belassen. Wo genau der neue Standort angesiedelt sein wird, dazu hält sich Grönlund bedeckt – über Vertragsdetails werde noch verhandelt wird. Dem Vernehmen nach dürfte es sich um einen Standort nahe Linz handeln.