Die personelle Neuaufstellung der SPÖ sorgt auch beim Koalitionspartner ÖVP für heftige Diskussionen. Nach den turbulenten Tagen wird parteiintern über die weitere Zukunft der Dreierkoalition gesprochen.
Auch die Möglichkeit vorgezogener Neuwahlen steht im Raum. Als möglicher Wahltermin wird innerhalb der Volkspartei Ende Jänner genannt. Ob es tatsächlich dazu kommt, ist bisher offen.
Angesichts zahlreicher Spekulationen erklärt der rote Landesvorsitzende Martin Winkler: "Politik darf sich nicht danach richten, welche Schlagzeile oder welcher Kommentar gerade geschrieben wird." Die SPÖ treffe ihre Entscheidungen danach, was für das Land und die Partei das Beste sei.
"Natürlich darf und muss Politik kritisch begleitet werden", so Winkler. "Aber wir werden unseren Kurs nicht jeden Tag nach medialen Zurufen verändern. Dafür tragen wir Verantwortung gegenüber unseren Mitgliedern und vor allem gegenüber den Menschen, für die wir Politik machen."
Für den SPOÖ-Chef müsse jetzt wieder die politische Arbeit im Mittelpunkt stehen: "Die Menschen beschäftigen sichere Arbeitsplätze, eine funktionierende Gesundheitsversorgung, leistbares Wohnen und die Frage, wie es mit unserem Land wirtschaftlich weitergeht. Genau darauf konzentrieren wir uns."