Der Sommer 2026 war von einer Rekordhitze und Dürren geprägt. Am 4. August wurden etwa in Deutsch-Altenburg 41,2 Grad gemessen – so heiß war es hierzulande noch nie. Die Auswirkungen waren vor allem für die Landwirtschaft verheerend. Sommer wie dieser sollen sich laut der Wetterstation der Uni Graz häufen.
Wie der wissenschaftliche Leiter der geophysikalischen Forschung an der Grazer Uni, Ulrich Foelsche, gegenüber der "Kleinen Zeitung" sagte, habe man diesen Sommer mehr Hitzetage verzeichnet als in den ersten 17 Jahren seines Lebens.
Ihm zufolge würden die extremen Temperaturen durch lang anhaltende Hochdruckphasen und Trockenheit entstehen. Zudem würde der Klimawandel zu einem höheren Temperaturniveau führen. Heute würden Wetterlagen, die früher 32 Grad erreichten, Temperaturen von 36 Grad mit sich bringen.
Laut Foelsche müsse man sich in Zukunft für noch heißere Sommer wappnen. Wenn man in 30 Jahren zurückblicke, werde der Sommer 2026 ein kühler gewesen sein, so die Prognose des Wissenschaftlers.
Aus meteorologischer Sicht ist der Sommer jedenfalls mit dem 1. September vorbei – auch wenn es sich vielleicht nicht so anfühlt. Laut der Wetterstation der Uni Graz gab es im Sommer jedenfalls 49 Hitzetage (Tage mit über 30 Grad). Dies stellt einen weiteren Rekord dar. Bisher war das Jahr 2003 mit 41 Hitzetagen Spitzenreiter.
Aber auch die nächtlichen Temperaturen waren überdurchschnittlich warm. Man habe neun Tropennächte – solche mit über 20 Grad – verzeichnet. Vom 6. auf den 7. August hatte man mit 24,7 Grad die wärmste Nacht seit Beginn der Aufzeichnungen erreicht.