Der Jahreswechsel ist nicht nur die Zeit der Vorsätze, sondern auch der Kontostände, die erschrecken. Die Weihnachtsausgaben waren hoch, Silvester war teuer, und plötzlich wird aus dem "Ich gönn mir was" ein "Wie soll ich das alles zahlen?".
Doch anstatt sich vom Jänner-Blues überrollen zu lassen, ist jetzt genau der richtige Moment, um Klarheit zu schaffen.
Denn wer jetzt seine Finanzen sortiert, profitiert das ganze Jahr davon. Der erste Schritt ist simpel, aber wirkungsvoll: Überblick gewinnen. Was kommt rein, was geht raus? Wer sich die Mühe macht, die letzten drei Monatsauszüge durchzugehen, entdeckt oft versteckte Kosten.
Streaming-Abos, die nie genutzt werden. Kontoführungsgebühren, die man sich mit einem Anbieterwechsel sparen könnte. Oder Versicherungen, die längst nicht mehr passen.
Viele wissen gar nicht, wie viel Geld jeden Monat einfach so verschwindet – ohne, dass man es merkt. Wer seine Fixkosten kennt, kann anfangen zu planen. Auch ein Haushaltsbuch – ob analog oder als App – hilft dabei, Ausgaben bewusst zu machen.
Besonders sinnvoll ist es, Kategorien zu schaffen: Wohnen, Mobilität, Lebensmittel, Freizeit. So erkennst du schnell, wo du sparen kannst, ohne verzichten zu müssen.
Auch das Thema Rücklagen verdient Beachtung. Ein Notgroschen für unerwartete Ausgaben – sei es die kaputte Waschmaschine oder eine teure Zahnarztrechnung – sorgt für mehr Sicherheit und weniger Stress. Wer jeden Monat 50 oder 100 Euro auf ein eigenes Sparkonto überweist, hat am Ende des Jahres bereits einen schönen Polster. Und wer mehr sparen will, kann mit einem klaren Ziel beginnen: Urlaub, neue Möbel, ein Führerschein für die Tochter.
Finanzen ordnen bedeutet nicht, sich alles zu verkneifen – es heißt, die Kontrolle zurückzugewinnen. Und das fühlt sich besser an, als jeder Einkaufsbummel es je könnte.