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"Wie im Horrorfilm" – Häuser komplett weggerissen

Bei den Hangrutschen am Wochenende wurden mehrere Häuser einfach weggerissen. Bewohner schildern die bangen Momente.
Leo Stempfl
08.08.2023, 08:58
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Das Wetter beruhigt sich langsam wieder, doch kalt bleibt es weiterhin. Immerhin: Dort, wo keine akute Gefahr mehr durch Regenfälle oder Hangrutsche besteht, kann langsam mit den Aufräumarbeiten begonnen werden. So insbesondere in St. Johann im Saggautal (Bezirk Leibnitz), wo sich einer der schwereren von insgesamt 400 Hangrutschen ereignete.

Christine Kovac ist eine der Betroffenen. Direkt unter ihrem Haus brach der Hang weg, nun schwebt es zu gut einem Viertel in der Luft. Gegenüber dem "Ö1-Morgenjournal" schildert die die bangen Momente, als es ganz schnell gehen musste. "Do kummt mein Nichte eini, die Feuerwehr is do und die sogt 'aussi, aussi aussi!'"

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Horror

Ihr mittlerweile verstorbener Mann habe den Keller damals so massiv gebaut, dass das Haus vermutlich deswegen überlebt habe. Zur Zeit des Baus habe es acht Tage lang nur geregnet, ihr Mann habe nach getaner Arbeit verkündet: "Der Keller holtet jetzt, weil do homma ocht Tog nur paniert." Wohl auch deswegen hat es jetzt nicht einmal einen Riss. Nun heißt es: Abwarten, bis man ins Haus zurückdarf.

Die Familie Neukamp hat es hingegen schwer erwischt: Ein erster Erdrutsch riss das Wirtschaftsgebäude mit, ein zweiter die Schneiderei. Immerhin: Das Wohnhaus blieb verschont. Aus dessen Fenster flüchteten sie, als mit großen Staubwolken und einem "Klescher" die Gebäude zusammenbrachen – "wie im Horrorfilm". Ein ganzes Leben an Arbeit habe er da rein gesteckt, dabei natürlich auch besonders sicher gebaut.

Eigenvorsorge wichtig

Dass es ohne Eigenvorsorge in Zukunft nicht gehen wird, erklärt auch die stellvertretende Bundesrettungskommandantin Monika Stickler. Und: Wenn diese Ereignisse durch den Klimawandel mehr werden, könne wohl auch nicht mehr jedem geholfen werden. Wohnt man in einer gefährdeten Region, solle man sich entsprechend vorbereiten, etwa auch Sandsäcke zu Hause lagern. "Der Föderalismus ist schon gut, weil man auf lokaler Ebene schnell reagieren kann, macht es aber nicht gut, wenn mehrere Ebenen betroffen sind."

Der Kärntner Landesfeuerwehrkommandant Rudolf Rubin appelliert in Richtung der Bundesregierung , 140 Millionen Euro aus dem Katastrophenfonds den Einsatzorganisationen zur Verfügung zu stellen, um die Ausrüstung verbessern zu können.