Schwere Vorwürfe

"Wie Kickl" – NEOS-Rebell zerlegt Meinl-Reisinger

Ex-NEOS-Mann Veit Dengler rechnet knallhart mit Beate Meinl-Reisinger ab. Er erhebt schwere Vorwürfe gegen die Parteichefin.
07.11.2026, 20:42
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Harte Aussagen gegen Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS): Im Format der Krone "Normal Reden" packt der ehemalige pinke Politiker Veit Dengler (57) über die NEOS-Frontfrau aus und hält sich dabei auch nicht zurück. Ihm zufolge seien die Pinken inzwischen zu einer Partei, wie alle anderen geworden, so Dengler.

Dies würde an der NEOS-Chefin liegen. Laut dem nunmehrigen wilden Abgeordneten sei Meinl-Reisinger "in der ÖVP sozialisiert" und von einer Gruppe von "30-jährigen Berufspolitikern" umgeben. Der Mitgründer der Pinken sagte, dass er und Ex-NEOS-Chef Matthias Strolz damals eine "echte Bürgerpartei" schaffen wollten. Dieser Gedanke sei heute nicht mehr vorhanden.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Abgeordnete als "Stimmvieh"

Auch den Führungsstil von Meinl-Reisinger strafte Dengler scharf ab. Dieser sei "straff" und von oben herab. Ihm zufolge würde die Außenministerin hier wie FPÖ-Chef Herbert Kickl agieren. Zumindest sei sie "nicht sehr weit" von ihm entfernt. Des Weiteren würden starke Persönlichkeiten in der Partei nicht gefördert werden.

Vielmehr würde der Diskurs im Keim erstickt werden. Durch den Klubzwang seien die Abgeordneten zu "Stimmvieh" geworden. Dengler stellte klar: "Bei dem, was ich die letzten eineinhalb Jahre gemacht habe, hätte ich auch zur ÖVP gehen können."

So würden Gesetze durch die Regierung entschieden werden. Im Parlament würden sie dann einfach "durchgewunken" werden. Überhaupt sei das Parlament laut Dengler nur noch "zur Zierde" da. Dengler selbst stellte sich bei der Budgetabstimmung gegen die Regierung. Es folgten gegenseitige Anschuldigungen und sein Ausschluss aus Klub und Partei.

Dengler: Meinl-Reisinger wollte Impfpflicht

Der Politik-Rebell glaubt, dass "der Stall" vielen zu bequem sei, um es ihm gleichzutun. Er betonte, dass man auf Reisen gehen könne, mehr verdiene als 99 Prozent der Österreicher und bei Veranstaltungen einen Sitz in der ersten Reihe erhalte.

Auch für die Zukunft sieht Dengler keine positiven Entwicklungen. Demnach würde das Land heruntergewirtschaftet werden. Hier müsse sich etwas ändern. Außerdem kritisierte der 57-Jährige, dass die NEOS damals bei der Impfpflicht zugestimmt hatte. Ihm zufolge habe es in der Partei keine Mehrheit dafür gegeben. "Die haben aus Räson, weil Beate das unbedingt wollte, dafür gestimmt", sagte Dengler. Er selbst bezeichnete die Zustimmung als "riesigen Sündenfall".

Dengler sieht Absolute für FPÖ kommen

Politisch gesehen sieht er die FPÖ im Aufwind. So glaubt Dengler, dass die Freiheitlichen in drei Jahren sowohl den Bundespräsidenten als auch den Bundeskanzler stellen werden. Auch die absolute Mehrheit traue er den Blauen zu.

Der Ex-NEOS-Mann würde sich selbst nicht als "FPÖ-Fresser" bezeichnen. Dennoch wolle er mehr wählbares Angebot in der Parteienlandschaft schaffen. Auch die Gründung einer eigenen Partei schließe der 57-Jährige nicht aus. Das ganze Interview mit Veit Dengler wird am Sonntag (8. November) um 22.15 Uhr auf krone.tv ausgestrahlt werden.

red, Akt. 07.11.2026, 20:45, 07.11.2026, 20:42
Weitere Storys