"Applaus" über ORF-Gebühr

"Nein, Herr Wolf!" – Kickl knöpft sich ZiB2-Star vor

Nach Aussagen von ORF-Moderator Armin Wolf zur Haushaltsabgabe schaltet sich jetzt FPÖ-Chef Herbert Kickl ein und übt heftige Kritik.
07.11.2026, 13:22
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Die Aussagen von ORF-Star Armin Wolf zur umstrittenen Haushaltsabgabe sorgen jetzt für eine politische Reaktion. Nachdem der ZiB2-Moderator bei einer Veranstaltung in Wien erklärt hatte, dass die meisten Österreicher über den ORF-Beitrag eigentlich täglich applaudieren müssten, meldet sich nun FPÖ-Chef Herbert Kickl zu Wort. Und der findet deutliche Worte.

"Nein, Herr Wolf! Ganz sicher nicht!", schreibt Kickl auf Facebook. Niemand müsse wegen der "ORF-Zwangsgebühr" in Jubelstimmung ausbrechen. "Ganz im Gegenteil!"

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"Sündteurer Privilegienstadl"

Kickl legt nach: "Wie kommt man eigentlich auf die Idee, dass die Österreicher für einen aufgeblähten ORF-Apparat, einen sündteuren Privilegienstadl und eine verpflichtende Haushaltsabgabe auch noch applaudieren sollen?"

Der FPÖ-Chef stellt sich damit klar gegen die Aussagen des ORF-Moderators. Wolf hatte am Donnerstagabend bei einer Veranstaltung der "Datum"-Stiftung in der Wiener Urania argumentiert, dass die Haushaltsabgabe für viele Menschen günstiger sei als die frühere GIS-Gebühr.

So seien in Wien früher monatlich 28,60 Euro GIS fällig gewesen, während der ORF-Beitrag nun 15,30 Euro betrage. Wolf bezeichnete die neue Regelung dennoch als "wahnsinnig unpopulär" und ortete ein Kommunikationsproblem des ORF.

Kickl wirft ORF politische Schlagseite vor

Für Kickl ist das kein Grund zum Jubeln. Die Menschen hätten jedes Recht, den Zustand des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu kritisieren, statt ihn zu beklatschen. Der ORF sei seiner Ansicht nach längst zu einem der wichtigsten medialen Machtinstrumente der von ihm als "Verliererkoalition" bezeichneten Bundesregierung geworden.

Statt unabhängiger und ausgewogener Berichterstattung würden viele Österreicher einen ORF erleben, der belehre, bevormunde und politische Schlagseiten erkennen lasse, behauptet Kickl. "Und dafür soll man auch noch zwangsweise bezahlen und dankbar sein? Sicher nicht!"

FPÖ-Chef fordert grundlegende ORF-Reform

Der FPÖ-Chef fordert mehr Qualität, Glaubwürdigkeit und Unabhängigkeit beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Auch mit dem Geld müsse verantwortungsvoll umgegangen werden. "Akzeptanz kann man nicht einfach verordnen und schon gar nicht durch Zwangsgebühren erzwingen", betont Kickl.

Gleichzeitig nutzt er die Debatte, um für das ORF-Volksbegehren zu werben. Dieses richtet sich gegen die verpflichtende Haushaltsabgabe und fordert eine grundlegende Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

red, Akt. 07.11.2026, 13:38, 07.11.2026, 13:22
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