Verfassungsschutz greift durch

Neun Hausdurchsuchungen vor Weihnachtsmarkt-Eröffnung

Mehr Polizei, Spezialkräfte und Drohnen: Österreich verschärft die Sicherheitsmaßnahmen auf Weihnachtsmärkten. Eine konkrete Bedrohung gibt es nicht.
07.11.2026, 12:17
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Die Adventzeit steht vor der Tür und Österreichs Polizei bereitet sich auf einen verstärkten Sicherheitseinsatz vor. Auf Weihnachtsmärkten, bei Adventveranstaltungen und an stark besuchten öffentlichen Plätzen werden heuer mehr Polizisten unterwegs sein. Auch Spezialkräfte und Drohnen kommen zum Einsatz. Das Ziel: Die Besucher sollen die Vorweihnachtszeit möglichst sicher und unbeschwert genießen können.

Konkrete Hinweise auf eine Bedrohung rund um Weihnachtsmärkte oder Adventveranstaltungen liegen laut Sicherheitsbehörden derzeit nicht vor. Dennoch werden die Schutzmaßnahmen vorsorglich verstärkt.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Polizei setzt auf Spezialkräfte und Drohnen

Neben uniformierten Polizisten werden auch zivile Beamte des Verfassungsschutzes und speziell ausgerüstete Polizeieinheiten im Einsatz stehen. Verstärkte Fußstreifen sollen für sichtbare Präsenz sorgen und ein rasches Einschreiten bei möglichen Gefahren ermöglichen.

"Kein Weihnachtsmarkt ist wie der andere", erklärt Franz Ruf, Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit. "Deshalb setzen wir auf gezielte, an die örtlichen Gegebenheiten angepasste Sicherheitsmaßnahmen. Unsere Polizistinnen und Polizisten sind darauf vorbereitet, mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen und rasch zu handeln."

Auch Drohnen spielen bei den Sicherheitsmaßnahmen eine wichtige Rolle. Sie sollen der Polizei einen besseren Überblick über große Menschenansammlungen verschaffen und helfen, mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen.

Gleichzeitig geht die Polizei gegen unerlaubte Drohnenflüge vor. Bei entsprechender Gefährdung können zeitlich befristete Flugverbotszonen eingerichtet werden. Im Ernstfall kann auch das Einsatzkommando Cobra mit seinen Spezialfähigkeiten angefordert werden.

Neun Hausdurchsuchungen vor Weihnachtsmärkten

Bereits vor der Eröffnung der Weihnachtsmärkte gingen Verfassungsschützer im Rahmen eines gemeinsamen Aktionstags gegen extremistische Strukturen vor.

Bei insgesamt neun Hausdurchsuchungen stellten die Ermittler zahlreiche Gegenstände sicher. Darunter befanden sich Mobiltelefone, Laptops, Datenträger, mehrere Messer, zwei Schlagringe, eine Schreckschusspistole samt Magazin, Suchtgift und einschlägige Literatur.

Zusätzlich wurden zahlreiche Hafträume in Justizanstalten durchsucht. Die Behörden führten außerdem Gespräche mit potenziellen Gefährdern und zahlreiche Sicherheitsdialoge. Der Verfassungsschutz beobachtet weiterhin die Entwicklungen im In- und Ausland und stimmt sich dabei eng mit internationalen Partnern ab.

Polizei warnt vor Dieben im Adventgedränge

Doch nicht nur mögliche Sicherheitsbedrohungen beschäftigen die Polizei. Gerade in der Vorweihnachtszeit haben auch Taschen- und Trickdiebe Hochsaison.

Im dichten Gedränge auf Weihnachtsmärkten und in Einkaufsstraßen nutzen Kriminelle gezielt Ablenkungsmanöver. Ein scheinbar zufälliger Rempler, ein verschüttetes Getränk oder ein kurzes Gespräch reichen oft aus, um unbemerkt Geldbörsen oder Handys zu stehlen.

Das Bundeskriminalamt rät deshalb, Wertsachen möglichst nah am Körper zu tragen. Taschen und Rucksäcke sollten stets verschlossen sein und am besten vor dem Körper getragen werden. Auch größere Bargeldbeträge sollten Besucher lieber daheim lassen.

red, 07.11.2026, 12:17