Holzplatten vor den Auslagen, erhöhte Polizeipräsenz und Sorge vor möglichen Krawallen: Am Halloween-Samstag bereiteten sich mehrere Wiener Geschäfte auf angekündigte Protestaktionen vor. Wie "Heute" berichtete, verbarrikadierten sich einige Shops vorsorglich, um mögliche Schäden zu verhindern.
Während die Halloween-Nacht in Österreich vergleichsweise ruhig verlief, – "Heute" berichtete – eskalierte die Lage in mehreren europäischen Städten. In Frankfurt flogen Steine und Böller auf Polizeibeamte und es kam zu Plünderungsversuchen in der Innenstadt. In Köln wurden rund um den Dom Polizisten mit Böllern und Flaschen beworfen.
Auch in Frankreich kam es zu entsetzlichen Szenen. In Paris waren Explosionen von Feuerwerkskörpern zu hören, Bilder zeigten, wie Einsatzkräfte von Flammen eines Molotowcocktails erfasst wurden. Auch in Rennes und Toulouse kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei.
FPÖ-Obmann Herbert Kickl zeigt sich über die Ausschreitungen in Deutschland und Frankreich schockiert. "Angezündete Barrikaden, Sprengkörper, die auf Polizisten geworfen wurden, geplünderte Geschäfte, Feuer, Attacken mit Molotowcocktails auf Polizisten und vieles mehr. Was wir in der vergangenen Nacht in vielen europäischen Städten erlebt haben, grenzt an pure Zerstörungswut", schreibt der Freiheitliche auf Facebook.
Die Taten würden von Gruppen ausgehen, die es mit unseren Werten nicht gut meinen. "Radikale Gruppen aus dem Migrantenmilieu und gezielt agierende linksextreme Akteure überziehen Städte mit Kriminalität und Gewalt. Polizisten werden zu Freiwild erklärt", so Kickl.
Laut dem FPÖ-Chef sei das die Konsequenz einer Politik, die über Jahre hinweg genau diese Strömungen und Entwicklungen ausgeblendet habe. Man habe die Probleme negiert und nun ernte man die "traurigen Früchte".
Kickl schließt mit einer dringlichen Warnung: "Wenn uns hier nicht der Systemwechsel gelingt, dann werden solche Zustände zur Gewohnheit. Das können und wollen wir nicht zulassen!"