Holzplatten vor den Schaufenstern, Polizei in Alarmbereitschaft und eine angekündigte Demonstration mitten in Wien! Am Halloween-Samstag bereitet sich die Bundeshauptstadt auf mögliche Ausschreitungen vor. Einige Geschäfte greifen bereits zu drastischen Vorsichtsmaßnahmen.
Eine Mitarbeiterin bestätigte gegenüber "Heute", dass die Auslagen wegen der angekündigten Demonstrationen geschützt werden. Sollte es hierbei nämlich zu etwaigen Ausschreitungen kommen, dann sei auf jeden Fall vorgesorgt, erklärt sie. Mit Blick auf die Demonstrationen in Frankreich sowie angekündigte Protestaufrufen in den sozialen Medien, ist die Sorge bei den Händlern auf jeden Fall präsent.
Ob es tatsächlich zu Ausschreitungen kommt, ist derzeit unklar. Die Geschäfte wollen offenbar dennoch auf Nummer sicher gehen und mögliche Schäden verhindern.
Für Samstag, den 31. Oktober, ist eine Demonstration unter dem Motto "Gen Z steht auf" angekündigt. Wie der ÖAMTC informiert, sollen sich die Teilnehmer auf der Ringstraße vor dem Parlament versammeln. Erwartet werden mehr als 100 Teilnehmer. Die Route führt vom Dr.-Karl-Renner-Ring bis zum Universitätsring.
Die Demonstration könnte auch Auswirkungen auf den Verkehr haben. Laut ÖAMTC sind auf der Ringstraße und gegebenenfalls in angrenzenden Straßen vorübergehende Sperren und Umleitungen möglich. Besonders auf der Zweierlinie ab dem Karlsplatz und auf dem Ring ab dem Schwarzenbergplatz müssen Autofahrer mit Verzögerungen rechnen.
Die angekündigte Demonstration findet vor dem Hintergrund von Mobilisierungsaufrufen statt, die seit Tagen in sozialen Netzwerken kursieren. Unter dem Motto "GenZ regelt" wurde zu Aktionen aufgerufen. Auch die Wiener Polizei bereitet sich auf unterschiedliche Einsatzszenarien vor. Bereits am Freitag konnten Ermittler des Landesamts für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung sechs mutmaßlich Verantwortliche ausforschen.
Bei sechs Hausdurchsuchungen in Wien und Niederösterreich wurden unter anderem zwei Schreckschusspistolen, eine Softgun, Munition und eine Machete sichergestellt. Vier Tatverdächtige im Alter zwischen 14 und 22 Jahren wurden zur Vernehmung vorgeführt. Für die Halloween-Nacht ist zudem ein verstärkter Polizeieinsatz vorgesehen. Hunderte Beamte sollen in Uniform und Zivil für Sicherheit sorgen.