Trotz Grünen-Koalition

"Überfälliger Schritt" – Doskozil will Flugsteuer-Aus

Trotz Grünen-Koalition fordert Burgenlands LH Doskozil eine Senkung oder Abschaffung der Flugticketabgabe. Er hält den Schritt für überfällig.
31.10.2026, 21:30
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Die Diskussion um die Flugticketabgabe bekommt weiteren Rückenwind. Nachdem bereits die Mehrheit der Landeshauptleute eine Abschaffung gefordert haben, meldet sich nun auch Burgenlands Landeschef Hans Peter Doskozil (SPÖ) zu Wort.

Doskozil regiert im Burgenland gemeinsam mit den Grünen. Dennoch hält er eine Entlastung der Flugbranche für notwendig.

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Wie sein Büro gegenüber der "Kronen Zeitung" erklärte, sei die Koalition mit den Grünen nicht der Grund dafür, dass sich Doskozil bisher nicht an der gemeinsamen Forderung anderer Landeshauptleute beteiligt hatte. Es liege vielmehr daran, dass die Diskussion vor allem von Bundesländern mit eigenen Regionalflughäfen vorangetrieben werde.

"Sinnvoller und überfälliger Schritt"

Aus seinem Büro heißt es dazu, "eine Reduktion oder Abschaffung der Flugabgabe ist aber auch aus burgenländischer Sicht ein sinnvoller und überfälliger Schritt". Dabei spielt die Luftfahrt auch für das Burgenland eine wichtige Rolle. Rund 4.000 Burgenländer sind am Flughafen Wien-Schwechat beschäftigt.

Die Schwierigkeiten des österreichischen Luftfahrtstandorts führt Doskozils Büro allerdings nicht ausschließlich auf die Flugticketabgabe zurück. Das Schwächeln der Branche habe bereits mit dem "scheibchenweisen Verkauf der AUA" begonnen, lautet die Kritik.

Landeshauptleute machen Druck auf Regierung

Die Flugticketabgabe wird in Österreich seit 2011 eingehoben. Fluggesellschaften müssen sie für jeden Passagier entrichten, was sich auf die Ticketpreise auswirkt. Unter der früheren Verkehrsministerin Leonore Gewessler wurde die Abgabe erhöht. Angesichts der angespannten Situation der Flugbranche werden nun erneut Forderungen nach einer Abschaffung laut.

Sieben der neun Landeshauptleute hatten sich bereits für ein Ende der Flugticketabgabe ausgesprochen. Einige von ihnen bekräftigten ihre Forderung zuletzt mit einem Schreiben an Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) und Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ).

pol, 31.10.2026, 21:30
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