Airport Wien-Schwechat

Flugabgabe: Mikl-Leitner warnt vor Jobverlusten

Niederösterreichs Landeshauptfrau und der Flughafen-Betriebsrat fordern das Aus für die Flugabgabe. Sie fürchten um Tausende Arbeitsplätze.
29.10.2026, 04:00
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Die Flugabgabe sorgt weiter für Diskussionen. Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) fordert gemeinsam mit dem Arbeiterbetriebsrat des Flughafens Wien-Schwechat die Abschaffung der Steuer. Bei einem Besuch am Flughafen sprach sie mit Beschäftigten über die wirtschaftliche Entwicklung und mögliche Auswirkungen auf Arbeitsplätze.

"Die Flugabgabe ist ein Schildbürgerstreich. Sie schadet unserem Wirtschaftsstandort, belastet die Reisenden und bringt dem Klima nichts, wenn die Menschen stattdessen von Bratislava abfliegen", kritisiert Mikl-Leitner.

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"Es geht um Jobs"

Der Flughafen Wien-Schwechat sei ein wichtiger Arbeitgeber und Wirtschaftsmotor für die gesamte Region. Um Arbeitsplätze und Wertschöpfung zu sichern, müsse seine Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden, so die Landeshauptfrau.

Unterstützung bekommt sie von Thomas Faulhuber, Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrats. Er warnt vor weitreichenden Folgen: "Wenn die Flugabgabe nicht fällt, setzen wir tausende Arbeitsplätze in der österreichischen Luftverkehrswirtschaft aufs Spiel."

Betroffen seien nicht nur die Beschäftigten des Flughafens, sondern auch das Flugpersonal, die Luftfracht und zahlreiche weitere Bereiche. Faulhuber sieht zudem die internationale Anbindung Österreichs gefährdet.

Zwei Millionen Passagiere weniger erwartet

Wie bedeutend die Passagierzahlen für den Standort sind, verdeutlichen Berechnungen des Flughafens: Eine zusätzliche Million Fluggäste schafft demnach knapp 1.000 Arbeitsplätze in der Luftverkehrswirtschaft und bringt mehr als 75 Millionen Euro an Wertschöpfung.

Für 2026 rechnet der Flughafen Wien allerdings mit rund zwei Millionen Passagieren weniger als im Vorjahr.

Die österreichische Flugabgabe beträgt derzeit 12 Euro pro abfliegendem Passagier, auf bestimmten Kurzstrecken sogar 30 Euro. In anderen EU-Staaten, darunter der benachbarten Slowakei, gibt es hingegen keine vergleichbare nationale Flugticketabgabe.

Mikl-Leitner und der Betriebsrat befürchten deshalb, dass Passagiere zunehmend auf ausländische Flughäfen ausweichen könnten. Sie fordern die Bundesregierung auf, die Flugabgabe abzuschaffen.

wes, 29.10.2026, 04:00
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