Jetzt steht es fest

Um soviel werden Klimaticket und Vignette teurer

Jetzt herrscht Klarheit über die Preise für 2027: Das Klimaticket wird um 28 Euro teurer. Auch Autofahrer müssen mehr bezahlen.
22.10.2026, 14:11
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Wer in Österreich mit Öffis unterwegs ist, muss sich auch 2027 auf höhere Kosten einstellen. Nach den kräftigen Preissteigerungen der vergangenen Jahre wird das Klimaticket erneut teurer. Allerdings gibt es diesmal eine kleine Bremse: SPÖ-Verkehrsminister Peter Hanke hat am Donnerstag eine deutlich geringere Erhöhung angekündigt als ursprünglich geplant.

Statt die Ticketpreise um 3,6 Prozent an die Inflation anzupassen, beschränkt das Verkehrsministerium den Aufschlag auf zwei Prozent. Damit steht nun fest, wie viel Klimaticket-Besitzer im kommenden Jahr zusätzlich bezahlen müssen.

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28 Euro mehr für das Klimaticket

Konkret steigt der Preis für das österreichweit gültige Klimaticket um 28 Euro pro Jahr auf nunmehr 1.428 Euro. Das entspricht einem Plus von zwei Prozent. Wäre die ursprünglich vorgesehene Inflationsanpassung vollständig umgesetzt worden, hätten Öffi-Nutzer rund 22 Euro zusätzlich hinblättern müssen.

Mit der Entscheidung fällt die nächste Preiserhöhung zwar nicht aus, zumindest wird sie aber etwas abgefedert. Gerade für jene, die täglich mit Bus und Bahn unterwegs sind, macht sich das über das Jahr gerechnet bemerkbar.

Diese Menschen "jetzt noch stärker zu belasten und die Vignette und das Klimaticket um 3,6 Prozent zu erhöhen, wäre völlig falsch gewesen", erklärt Neos-Verkehrssprecher Dominik Oberhofer. "Bereits im vergangenen Herbst hat die Regierung beschlossen, in ihrem eigenen Wirkungsbereich, also auch bei Gebührenerhöhungen des Bundes, alle Anstrengungen zu unternehmen, um das gemeinsame Ziel einer Inflation von unter 2 Prozent zu erreichen. Daher ziehen wir jetzt die Preisbremse."

Auch Autofahrer müssen mehr zahlen

Die Maßnahme betrifft nicht nur Bahnfahrer. Auch bei der Autobahnvignette greift Hanke ein. Der Preis für die Pkw-Vignette wird 2027 ebenfalls um zwei Prozent angehoben. Damit bleibt die Verteuerung auch hier unter der Inflationsrate von 3,6 Prozent.

Für Autofahrer bedeutet das dennoch: Die Fahrt auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen wird im kommenden Jahr wieder etwas mehr kosten.

Das steckt hinter der "Preisbremse"

Die Entscheidung kommt nicht von ungefähr. Bereits im Herbst 2025 hatte sich die Bundesregierung darauf verständigt, bei Gebühren und Abgaben, die sie selbst beeinflussen kann, zurückhaltender vorzugehen.

Das Ziel dahinter: Der Staat soll die Teuerung nicht durch eigene Preiserhöhungen zusätzlich anheizen. Die Koalition will die Inflation schließlich wieder auf unter zwei Prozent bringen. Mit der nun verkündeten Begrenzung setzt Hanke diese Vorgabe erstmals für die Preise von Klimaticket und Vignette im Jahr 2027 um.

Für Öffi-Nutzer und Autofahrer gibt es damit zumindest einen kleinen Lichtblick. Günstiger wird das Unterwegssein in Österreich zwar nicht, die Rechnung fällt aber weniger hoch aus als zunächst erwartet.

red, Akt. 22.10.2026, 14:40, 22.10.2026, 14:11
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